Realschule in Delmenhorst Künftig drei Klassen am Standort Lilienstraße

Von Kai Hasse

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Die Realschule Delmenhorst an der Lilienstraße ist ein beliebter Standort. Archivfoto: Melanie HohmannDie Realschule Delmenhorst an der Lilienstraße ist ein beliebter Standort. Archivfoto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Der Standort Lilienstraße der Realschule Delmenhorst soll künftig in einzelnen Klassen dreizügig geführt werden. Das entschied der Stadtrat Delmenhorsts. Der Grund ist eine Überfüllung der unteren Jahrgänge.

Der Realschulstandort Lilienstraße soll in unteren Schuljahrgängen drei Klassen haben. Der Stadtrat hat am Mittwochabend beschlossen, dass der Standort ab dem Schuljahr 2018/2019 dreizügig wird. Bereits vor der Entscheidung im Rat hatte eine Mutter in der Bürgerfragestunde eindringlich klargemacht, wie nötig der Ausbau sei. Mittlerweile würden bei dem Schulstandort die Plätze in den Klassen ausgelost. Somit könne sie das Recht auf freie Schulwahl nicht mehr voll nutzen. Schwieriger werde die Situation noch dadurch, dass Schüler vom Gymnasium zur Realschule wechseln. Sie müsse erwägen, ihr Kind aufs Gymnasium zu schicken, um so den Wechsel von Gymnasium auf den erhofften Platz in der Lilienstraße zu forcieren, meinte sie zynisch.

„Inklusionsgedanke ad absurdum geführt“

Zur Erweiterung des Schulstandorts auf Dreizügigkeit gab es einen Antrag der Ratsmitglieder Dr. Michael Adam, Frauke Wöhler und Bastian Ernst (alle CDU). Auch sie argumentierten mit den hohen Schülerzahlen pro Klasse: In Klasse fünf 30 und 31 Schüler, in Klasse sechs 26 und 27 Schüler, und Klasse sieben 30 und 29 Schüler. In Klasse 5 seien Gutachten in Auftrag gegeben worden, um einen Inklusionsbedarf festzustellen. Die erhöhe die Belastung noch, „was den Inklusionsgedanken ad absurdum führen würde.“ Zudem würden die Schülerzahlen noch weiter steigen.

Zunächst für Klasse 5 und 7

Der Antrag wurde im Verlauf der vorherigen Ausschüsse leicht abgeändert: Die Entscheidung gilt zunächst für die derzeitigen Klassen 5 und 7 – weil diese konkret überfüllt sind. Hintergrund ist, dass derzeit ein Schulentwicklungsplan von der Verwaltung angestrebt wird. Wenn der steht, bekräftigte Michael Adam, müsse der grundsätzliche Beschluss für die Dreizügigkeit weiter generell gelten – dann werde das Thema nochmals mit Fokus auf alle unteren Klassen auf die Tagesordnung kommen.

„Wider Erwarten ist die Realschule ein Erfolgsmodell“, kommentierte Uwe Dähne (UAD) im Stadtrat. Man habe sich in Delmenhorst einer Vielfalt der Schullandschaft verschworen. Die Eltern würden das gern nutzen.


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