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14.03.2018, 21:23 Uhr KOMMENTAR

Attacke auf AfD-Chef: Vor Verantwortung geflüchtet


Auslöser der Kritik im Delmenhorster Stadtrat waren unter anderem Äußerungen des Sachsen-Anhaltischen AfD-Politikers André Poggenburg. Foto: dpaAuslöser der Kritik im Delmenhorster Stadtrat waren unter anderem Äußerungen des Sachsen-Anhaltischen AfD-Politikers André Poggenburg. Foto: dpa

Delmenhorst. Eine klare Stellungnahme zu hetzerischen Äußerungen von Bundes-AfD-Politikern haben Ratsmitglieder vom örtlichen Chef der rechten Partei, Lothar Mandalka, eingefordert. Der hat sich zurückgehalten. Aus der Verantwortung darf man aber nicht flüchten. Ein Kommentar.

Die eigene Regierung kritisch zu hinterfragen ist nötig. Ungeliebtes sagen zu dürfen, ist ehernes Prinzip. Das sind Punkte, den die AfD gern für sich in Anspruch nimmt. Aber die manchmal mäandernde, aber klare Grenze zwischen Rechtsstaat und Extrem, Menschenrechten und rassistischer Verachtung, oder Satire und Volksverhetzung nicht zu ziehen, das darf sich keine demokratische Partei leisten.

Öffentliche, und in ihrem Rahmen hochrangige Vertreter einer Partei müssen das klar äußern – ob im Bundestag oder in Delmenhorst. Wer sich da zurückzieht auf interne Kritik - und das sogar noch, wenn auf bundespolitischer Ebene der Drops ja sogar gelutscht ist durch Poggenburgs vielfältige Verurteilung auch von AfD-Mitgliedern - der nimmt seine Verantwortung als – selbst gewünschte – moralische Leitfigur nicht ernst.


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