Delmenhorsterin gewinnt Landesentscheid Alicia Gehrmann überzeugt mit stichhaltigen Argumenten

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Die 14-jährige Alicia Gehrmann von Max-Planck-Gymnasium hat am Dienstag den Landesentscheid von „Jugend debattiert“ gewonnen. Begleitet wurde sie von ihrer Deutschlehrerin Dr. Anne Reimer. Andreas Langen, stellvertretender Schulleiter, ist stolz auf die Schülerin. Foto: Dogs-PrößlerDie 14-jährige Alicia Gehrmann von Max-Planck-Gymnasium hat am Dienstag den Landesentscheid von „Jugend debattiert“ gewonnen. Begleitet wurde sie von ihrer Deutschlehrerin Dr. Anne Reimer. Andreas Langen, stellvertretender Schulleiter, ist stolz auf die Schülerin. Foto: Dogs-Prößler

Delmenhorst. Die Neuntklässlerin Alicia Gehrmann hat sich im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags an die Spitze debattiert. Jetzt wird sie gegen die Besten aus dem ganzen Land antreten.

Alicia Gehrmann hat es tatsächlich geschafft: Die 14-jährige Schülerin des Max-Planck-Gymnasiums hat am Dienstag den Landesentscheid von „Jugend debattiert“ gewonnen. Jetzt tritt sie Mitte Juni beim Bundesentscheid in Berlin an.

„Hätte nicht damit gerechnet, dass sich so weit komme“

Alicia Gehrmann redet gern, und sie redet schnell. „Das war manchmal mein Problem“, sagt die junge Delmenhorsterin selbstkritisch. Aber sie hat dazugelernt, inzwischen ist sie auch nicht mehr so dominant in ihren Debatten. Und viel, viel langsamer beim Sprechen. „Du hast wirklich gut an dir gearbeitet“, lobt Deutschlehrerin Dr. Anne Reimer. So gut, dass Alicia Gehrmann am Dienstag im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags den Landesentscheid von „Jugend debattiert“ gewonnen hat. „Ich hätte absolut nicht damit gerechnet, dass ich so weit komme“, sagt die Schülerin.

Schülerin mit Lust an der Debatte

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Neuntklässlerin bereits durch mehrere Stufen der Königsdisziplin der Rhetorik argumentiert. Zuerst innerhalb der Klasse, wo sie, wie sie sagt, im Deutschunterricht die Lust an der Debatte entdeckte, dann innerhalb der Schule bis hin zum Regionalverbundwettbewerb, der Ende Januar in der Kooperativen Gesamtschule Rastede ausgetragen wurde. Bei den Wettbewerben ging es Alicia Gehrmann allerdings nie ums Gewinnen: „Ich habe mich vor allem darüber gefreut, Gleichgesinnte zu treffen, die genauso viel Spaß am Debattieren haben wie ich.“

Rhetorik als Teil der Schulkultur

Die Macht der Sprache hatte das Max-Planck-Gymnasium bereits vor mehr als zwölf Jahren erkannt. Laut dem stellvertretenden Schulleiter Andreas Langen ist seit 2006 bereits mehr als die Hälfte des Lehrerkollegiums zu „Jugend debattiert“-Trainern ausgebildet worden. „Rhetorik ist ein wesentlicher Bereich unserer Schulkultur“, betont er. Denn: Die Schüler, die die Regeln der Debatte gelernt hätten, könnten diese auch in anderen Bereichen anwenden. Während der Vorbereitung zu „Jugend debattiert“ lernen sie nicht nur frei zu sprechen und zuzuhören, sie lernen auch ihren eigenen Standpunkt zu vertreten und die Meinung anderer zu respektieren.

Gewissenhafte Vorbereitung, saubere Recherche

„Bei ,Jugend debattiert‘ müssen sich die Schüler gewissenhaft auf die Themen vorbereiten und die Fakten sauber recherchieren“, sagt Anne Reimer. So lernten die Schüler auch, sich differenzierter mit Dingen auseinanderzusetzen.

Im Finale musste sich Alicia Gehrmann schließlich für die Kenntlichmachung retuschierter Modelfotos, wie es in Frankreich seit Oktober 2017 vorgeschrieben ist, einsetzen. Zwei Minuten lang musste die 14-Jährige als erste von vier Debattierenden stichhaltige Argumente dafür bringen. „Was du sehr stark gemacht hast. Mit deinen Argumenten hast du die Debatte gleich auf ein sehr hohes Niveau gehoben“, lobte Lehrerin Anne Reimer.


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