Hasport und Deichhorst neu dabei Zwei zusätzliche Nachbarschaftsbüros in Delmenhorst

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Setzen sich für eine starke Nachbarschaft ein (vorne von links): Anna Brökling (Deichhorst), Elke Munderloh (Hasport), Angelika Wiesner (Wollepark), Johannes Orth (Düsternort) sowie (stehend von links) Koordinatorin Wencke Lüttich, Erika Bernau (Wollepark) und Bea Brüsehoff. Foto: Marco JuliusSetzen sich für eine starke Nachbarschaft ein (vorne von links): Anna Brökling (Deichhorst), Elke Munderloh (Hasport), Angelika Wiesner (Wollepark), Johannes Orth (Düsternort) sowie (stehend von links) Koordinatorin Wencke Lüttich, Erika Bernau (Wollepark) und Bea Brüsehoff. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Ein starkes Miteinander in einer starken Nachbarschaft – das ist das Ziel der Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst. Mit jetzt vier Nachbarschaftsbüros in den Stadtteilen wollen die Verantwortlichen nah am Menschen sein.

Es ist ordentlich Bewegung in der Gemeinwesenarbeit in der Stadt. Zwei neue zusätzliche Nachbarschaftsbüros – je eines für die Stadtteile Hasport und Deichhorst – sind derzeit dabei sich zu etablieren – und auch personell tut sich einiges.

Wencke Lüttich, seit 2007 ein prägendes Gesicht der Stadtteilarbeit in Düsternort, wird ab April die Gemeinwesenarbeit der jetzt vier Nachbarschaftsbüros – drei unter dem Dach des Diakonischen Werkes, eines unter dem der Awo, in Delmenhorst koordinieren. Sie hat ihren Sitz bei der Diakonie an der Langen Straße 39. „Die Vernetzung ist wichtig“, sagt Lüttich. „Die neuen Standort lernen von den alten, aber sie bringen den alten Standorten auch neue Impulse“, sagt sie.

Neu ist das Nachbarschaftsbüro Deichhorst (Awo) an der Alfred-Rethel-Straße 1. Anna Brökling und Maria Margraf leiten die Anlaufstelle seit Mitte Januar. „Wir haben uns zunächst den sozialen Einrichtungen in Deichhorst vorgestellt, Arbeitskreise, Netzwerktreffen und Institutionen besucht“, berichtet Brökling. Es gehe darum, die eigenen Angebote bekannt zu machen. Brökling und Margraf wollen vor allem erfahren, was die Deichhorster selbst über ihren Stadtteil denken. „Welche Ressourcen, welche Probleme, welche Ideen gibt es? Das sind unsere Fragen“, erläutert Brökling. Das Nachbarschaftsbüro soll eine Anlaufstelle zum Kennenlernen und Austauschen sein.

Barrierefreies Büro in Hasport

Genau das möchte Elke Munderloh auch in Hasport schaffen. Sie leitet das neue Nachbarschaftsbüro der Diakonie an der Annenheider Straße 154 seit Januar. „Wir sind voll in der Entwicklungsphase“, sagt sie. Nach Umbau- und Renovierungsarbeiten zu einem barrierefreien Büro soll am 2. Mai die offizielle Eröffnung gefeiert werden. Bis dahin werde eine weitere Kollegin zur Unterstützung Munderlohs dabei sein. Parallel zu den Kolleginnen in Deichhorst geht auch Munderloh künftig von Tür zur Tür, um Menschen aus dem Stadtteil zu befragen. Gestartet sind im Büro bereits Angebote wie die Senioren- und die Migrationsberatung. „Wir planen auch schon Aktionen für die Sommerferien, die sich an alle Altersklassen richten“, verrät Munderloh.

Bereits seit 18 Jahren ist das Nachbarschaftszentrum Wollepark (Diakonie) im Quartier aktiv. Die hauptamtliche Arbeit teilen sich aktuell Erika Bernau und Angelika Wiesner. „Neue Ideen gibt es immer“, sagt Bernau. In den Osterferien soll es zum Beispiel mehrere Kunst- und Bauaktionen für Kinder und Jugendliche geben. „Ein Graffiti-Projekt und der Bau von Palettensitzecken werden das Büro verschönen“, sagt Bernau. Im Sommer werde zudem ein Biografie-Projekt gestartet, das die unterschiedlichen Kulturen und die Potentiale im Stadtteil sichtbar machen soll.

Seit 1999 in Düsternort

Das Nachbarschaftsbüro Düsternort (Diakonie) ist bereits seit 1999 aktiv und nach einigen Umzügen mittlerweile an der Elbinger Straße 8 heimisch geworden. Bea Brüsehoff und Johannes Orth kümmern sich dort um die Belange der Düsternorter. „Die neuen Räume bieten viel Platz – etwa für die Nähwerkstatt, Sprachtreffs, das Erzähl-Café, die Fahrradwerkstatt und die Migrationsberatung“, sagt Brüsehoff. Das Büro ist eng vernetzt im Stadtteil. Am Ostermontag, 2. April, steht um 10 Uhr wieder ein gemeinsames Stadtteilfrühstück an. Auf dem Wiese hinter dem Kinder- und Jugendhaus Horizont soll die Gemeinschaft gefördert werden.

Allen Verantwortlichen in den Nachbarschaftsbüros haben eine Erfahrung gemacht, die Elke Munderloh auf den Punkt bringt: „Es gibt einen großen Bedarf nach Anlaufstellen. Dem wollen wir gerecht werden.“


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