Spulas „Friends in Concert“ Träumerische Melodien zum „Geburtstag“ in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gab das Eröffnungskonzert zum zehnjährigen Bestehen der Reihe „Friends in Concert“: Peter Kroll-Plöger gastierte am Freitag im Musikhaus Spula. Foto: Jasmin JohannsenGab das Eröffnungskonzert zum zehnjährigen Bestehen der Reihe „Friends in Concert“: Peter Kroll-Plöger gastierte am Freitag im Musikhaus Spula. Foto: Jasmin Johannsen

joh Delmenhorst. Da gerät das Publikum ins Träumen: Peter Kroll-Plöger eröffnete am Freitag die diesjährige Ausgabe der Reihe „Friends in Concert“ im Musikhaus Spula in Delmenhorst. Das Format feiert zehnjähriges Bestehen.

Mit einer Mischung verschiedener Stilrichtungen feiert das Musikhaus Spula das zehnjährige Bestehen der hauseigenen Reihe „Friends in Concert“. Unter dem Motto „My personal Favorites“ treten fünf Musiker auf, darunter Peter Kroll-Plöger, der am Freitagabend mit der zwölfjährigen Serife aus Wildeshausen aufspielen sollte. Diese musste allerdings krankheitsbedingt absagen und so trat der Gitarrist alleine vor die rund 30 Zuhörer.

„2008 hat alles mit einem Einzelevent angefangen“, erzählte Inhaber Stefan Spula. „Seitdem haben sich durch die Konzerte richtige Freundschaften zu den Musikern entwickelt.“ Als „guten Freund“ sieht Spula auch Kroll-Plöger, der in diesem Jahr selbst feiert. Seit 40 Jahren steht der Mülheimer auf der Bühne, das neue Album trägt ganz passend den Titel „40 XL“. Im Musikhaus Spula präsentierte er den Zuhörern aber nicht nur neue Songs, sondern auch Coverversionen von echten Klassikern.

Mit Gitarrensoli, die zum Träumen einluden, startete Kroll-Plöger in den Abend. „Es ist auch ein schönes Kompliment, wenn jemand einschläft“, lachte der Musiker wenig später mit Blick auf die vielen geschlossenen Augen. Es folgten selbstarrangierte Stücke von John Mayer, den Beatles, Bob Dylan und Werner Lämmerhirt. Zu Dylans „Gotta serve somebody“ bildete das Publikum sogar einen Chor und schnipste im Takt mit. Auch Mayers langsames „Slow dancing in a burning room“ kam bei den Zuhörern gut an, die viel Applaus spendeten.

Überhaupt stand der Akustik-Gitarrist im ständigen Austausch mit seinem Publikum, das Konzert wurde so zum intimen Liederabend mit integrierter Musikgeschichtsstunde. Zu jedem Interpreten, zu jedem Stück wusste Kroll-Plöger eine amüsante Anekdote zu erzählen. Der Ruhrpottler ist auf seinen Touren viel unterwegs, teilte sich schon mit vielen Größen eine Bühne. Beeindruckt hat ihn dabei aber vor allem Werner Lämmerhirt, dem er auf dem neuen Album einen Song widmete. Am Freitag spielte er zur großen Freude der Zuhörer dessen „Salvation“. „Das war das erste Gitarrenstück, das ich gelernt habe“, erklärte Kroll-Plöger. „Damals noch ganz ohne Noten und nur abgespielt von der Platte.“

Ein wunderbar heimeliges Konzert, das sich in den kommenden Monaten mit wechselnden Musikern wiederholen könnte. Dann gastieren Richard Gilewitz (18. April), John Goldie (5. Mai), Andrea Valeri (24. Mai) und Markus Segschneider (15. Juni) im Musikhaus Spula.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN