Nils Dörgeloh im Interview Delmenhorster Schauspieler wirkt im Tatort mit

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Nils Dörgeloh spielt den Sohn einer pflegebedürftigen Frau, die aus Verzweiflung von ihrem Ehemann ermordet wird. Foto: Radio Bremen/Christine SchröderNils Dörgeloh spielt den Sohn einer pflegebedürftigen Frau, die aus Verzweiflung von ihrem Ehemann ermordet wird. Foto: Radio Bremen/Christine Schröder

Delmenhorst. Der Delmenhorster Schauspieler Nils Dörgeloh ist am Sonntag, 11. März, im Bremer Tatort „Im toten Winkel“ zu sehen. Im Interview verrät der 38-Jährige, warum er sich nach zehn Jahren im sicheren Angestelltenverhältnis für ein Schauspielstudium entschied und wichtig ihm seine Heimatstadt immer noch ist.

Der 38-Jährige besuchte die Bernard-Rein-Grundschule und die Realschule an der Lilienstraße, bevor er nach Bremen wechselte. Im Interview verrät Dörgeloh, wie wichtig ihm seine Heimatstadt ist.

Am Sonntag sind Sie im Tatort zu sehen. Sind Sie selbst Tatortfan?

Ja, ich bin natürlich beruflich bedingt Tatort-Fan. Aber privat schaue ich mir auch gerne an, was die Kollegen und Kolleginnen machen.

Sie wurden in New York, Los Angeles, Berlin und Hamburg ausgebildet. Zieht es Sie trotzdem manchmal nach Delmenhorst?

Leider bin ich viel zu selten in der Region, weil viele Drehs in Berlin und Süddeutschland sind. Der Bremer Tatort war für mich daher eine tolle Möglichkeit, wieder mal in den Norden zu kommen.

Was verbinden Sie mit der Stadt?

Delmenhorst ist Heimat. Ich habe meine ganze Kindheit, Jugend und Schulzeit in Delmenhorst verbracht. Ich freue mich jedes Mal , wenn ich hier sein kann.

Schauspielerei ist eine schwierige Branche. Wie schwierig war es für Sie, Fuß zu fassen?

Überraschenderweise ging es für mich schneller als erwartet. Ich war vorher fast zehn Jahre in der Wirtschaft tätig und habe ein sicheres Angestelltenverhältnis verlassen, um Schauspiel zu studieren. Zu Beginn gab es natürlich viele Herausforderungen, mit Anfang 30 war ich ein Exot in der Branche.

Gab es einen Auslöser für Ihre Entscheidung, Schauspiel zu studieren?

Ich hatte relativ schnell erreicht, was ich mir gewünscht hatte: Karriere, gutes Einkommen, schöne Wohnung und ein tolles Auto. Dann habe ich aber einfach gemerkt, das ist es nicht. Ich brauche neue Herausforderungen.

Es ist Ihre zweite Rolle im Tatort. Was macht den Reiz an dem Format aus?

Tatort ist immer besonders. Es gibt kaum ein Format, bei dem so viele Zuschauer aller Altersgruppen seit Jahren einschalten. Der Bremer Tatort ist für mich sehr persönlich, weil der Film in meiner Heimat spielt. Dieser Tatort ist außerdem keine leichte Kost, weil er das wichtige Thema Pflege thematisiert.

Es geht im Tatort um Missstände in der Pflege am Tatort. Sie spielen den Sohn einer pflegebedürftigen Frau, die aus Verzweiflung von ihrem Mann ermordet wird. Wie wichtig ist es Ihnen, mit dem Film auf das Thema aufmerksam zu machen?

Meine Rolle hat mit der eigentlichen Pflege nichts zu tun, sondern wird mit dem Tod der Mutter vor vollendete Tatsachen gestellt. Seit dem Film beschäftigt mich das Thema, und ich war erschrocken über die Zustände in der Pflege. Der Tatort ist ein gutes Format, um dieses Thema ins Bewusstsein zu rücken.

Sie machen Kampfsport, Ballet, Tango und Bühnenfechten. Wie kommt so eine Mischung zustande?

Ich glaube, es ist Teil meiner Persönlichkeit, dass ich viele Dinge ausprobiere. Ballet habe ich in der Schauspielschule gelernt, aber ich bin trotzdem kein Profitänzer. Kampfsport interessiert mich privat und falls ich im Film Kampfszenen spiele, kenne ich durch das Bühnenfechten die Grundlagen. Das ist sehr hilfreich bei Stuntszenen.

Wo gucken Sie am Sonntag den Tatort?

Ich bin im Studio von Radio Bremen und danach beim Tatort-Schnack. Da beantworte ich zusammen mit Kollegen die Fragen der Zuschauer zum Film.


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