Angeklagter gesteht die Tat Bewährungstrafe wegen Cannabis-Anbau in Delmenhorst

Von Kea Neeland

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Einen prächtigen Cannabis-Garten baute ein junger Bremer offenbar in Delmenhost auf. Symbolfoto: dpaEinen prächtigen Cannabis-Garten baute ein junger Bremer offenbar in Delmenhost auf. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst. Über 100 Cannabispflanzen in einer Wohnung in Delmenhorst, 325 Gramm Cannabis, und noch mehr davon in einer Wohnung in Bremen: Das Amtsgericht verurteilte nun einen jungen Bremer zu einer dennoch milden Strafe.

Weil er nach Überzeugung des Amtsgerichtes Delmenhorst in zwei Wohnungen in Bremen und Delmenhorst Cannabis angebaut hat, ist nun ein 28-jähriger Bremer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. In der Wohnung in Delmenhorst wurden laut Staatsanwältin 103 Cannabispflanzen gefunden und rund 325 Gramm Cannabis. In der Bremer Wohnung fand die Drogenfahndung rund 1590 Gramm.

Renoviert nach Anzeige der Vermieterin

Der Angeklagte war geständig. Sein Anwalt räumte ein, dass das Cannabis zum Verkauf gedacht war, weil der Angeklagte nicht selbst konsumiere. Da die Geschäfte des selbstständigen Verkäufers nicht gut gelaufen seien, entschied er sich zum Anbau von Cannabis. Seine Ausrüstung im Wert von mehreren tausend Euro sei professionell gewesen, so die Staatsanwältin. Ihm sei zugutezuhalten, dass er die Wohnung auf eigene Kosten renoviert habe, nachdem die Vermieterin ihn wegen des Anbaus angezeigt hatte. Es spreche auch für ihn, dass der Angeklagte vorher noch nicht straffällig geworden war.

2000 Euro für die Brücke Delmenhorst

Der Verteidiger betonte, dass Cannabis, im Vergleich zu etwa Crystal Meth, die mildeste Droge sei. Sein finanzielles Motiv solle nicht strafverschärfend wirken, wie es die Staatsanwältin forderte.

Der Richter verurteilte den Mann dann anschließend neben den zwei Jahren Bewährung zu einer Geldstrafe von 2000 Euro in Monatsraten von 200 Euro an die Brücke Delmenhorst.

Anschließend appellierte der Richter, der schon während der ganzen Sitzung für eine eher lockere Stimmung sorgte, an den Angeklagten, sich in seiner Bewährungszeit nichts zuschulden kommen zu lassen. Er hoffe, ihn in Zukunft nicht noch einmal im Gerichtssaal anzutreffen.


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