Pilotprojekt in Delmenhorst Telemedizin soll künftig Notarzt ersetzen

Von epd

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Mit Hilfe von Computern und Telemedizin sollen Hausärzte in Niedersachsen bei ihren Bereitschaftsdiensten am Wochenende in ländlichen Gebieten entlastet werden. Foto: Sebastian Gollnow/dpaMit Hilfe von Computern und Telemedizin sollen Hausärzte in Niedersachsen bei ihren Bereitschaftsdiensten am Wochenende in ländlichen Gebieten entlastet werden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Delmenhorst/Oldenburg. Mit Hilfe von Computern und Telemedizin sollen Hausärzte in Niedersachsen bei ihren Bereitschaftsdiensten am Wochenende in ländlichen Gebieten entlastet werden.

Mit Hilfe von Computern und Telemedizin sollen Hausärzte in Niedersachsen bei ihren Bereitschaftsdiensten am Wochenende in ländlichen Gebieten entlastet werden. Im Juni starte dazu ein landesweit einmaliges Pilotprojekt im Bereitschaftsbezirk Delmenhorst, sagte die Sprecherin des Projektes im Amt für regionale Landesentwicklung, Kristine Lampe-Dreyer, dem Evangelischen Pressedienst. Der Bezirk, zu dem neben der Stadt Delmenhorst auch die ländlichen Orte Ganderkesee und Lemwerder gehören, sei ausgewählt worden, weil dort ein dramatischer Mangel an niedergelassenen Hausärzten herrsche.

Bagatellfälle aussortieren

Künftig werden die Patienten bei Notfällen von Freitag bis Sonntag an eine Leitstelle weitergeleitet, die zunächst am Telefon Bagatellfälle aussortiere und bei Bedarf einen Rettungsassistenten, einen Notfallsanitäter oder eine Krankenschwester der Johanniter Unfallhilfe losschicke. Diese Fachkräfte könnten sich dann vor Ort im Zweifelsfall über die Telemedizin mit einem Arzt des Klinikums Oldenburg beraten, erläuterte Lampe-Dreyer. Sollte tatsächlich ein Notfall vorliegen, werde der Patient in die Klinik gebracht.

Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten

Auf diese Weise könne hilfesuchenden Patienten außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten Beistand geleistet werden und die Versorgungsqualität aufrecht erhalten werden, sagte Projektleiter Daniel Overheu. „Die ärztliche Ressource von Hausärzten kann somit wieder konzentriert werden auf die eigentliche Tätigkeit am Patienten und muss nicht durch zeitraubende nächtliche Fahrten aufgezehrt werden.“ Auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser in der Region sollten so durch weniger Selbsteinweisungen entlastet werden.


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