Gegen Waffen, Diebe und Pöbler Polizei intensiviert Kontrollen am Bahnhof Delmenhorst

Von Kai Hasse

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Einsätze im Januar waren Anlass für verstärkte Kontrollen am Delmenhorster Bahnhof. Archivfoto: Thomas BreuerEinsätze im Januar waren Anlass für verstärkte Kontrollen am Delmenhorster Bahnhof. Archivfoto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Merklich mehr Präsenz zeigen Polizei und Sicherheitsdienst der Bahn derzeit am Delmenhorster Bahnhof. Der Anlass sind unter anderem ein Angriff auf eine Zugbegleiterin und Pöbeleien. Die Kontrolle des Bahnhofs wird seit Jahren intensiviert – mit Erfolg: Kleinere kriminelle Delikte seien deutlich eingedämmt worden.

Verstärkt bemerken Delmenhorster, wie am Bahnhof einzelne Personen angehalten und gefilzt werden. Die Polizei reagiert damit unter anderem auf jüngste Fälle im Januar: Eine Zugbegleiterin wurde am 2. Januar von einem jungen Mann angepöbelt und bespuckt. Zusätzlich wurden Personengruppen gemeldet, die am Bahnhof trinken, Drogen nehmen und Reisende anpöbeln. „Diese polizeilichen Feststellungen und Hinweise aus der Delmenhorster Bevölkerung wurden zum Anlass genommen, um Personenkontrollen auf Grundlage des niedersächsischen Gefahrenabwehrrechts im Bereich des Bahnhofs zu intensivieren“, heißt es dazu in einer Stellungnahme der Polizei.

Schlagringe und Messer gefunden

Bei den vergangenen Kontrollen sind mehrere Straftaten angegangen worden: Körperverletzungsdelikte, Rauschgiftdelikte und Verstöße gegen das Waffengesetz. In zwei Fällen nahmen die Beamten den Kontrollierten Schlagringe oder verbotene Messer ab. Beim Durchsuchen der Personen fanden sie dann außerdem noch Drogen. Vonseiten der Reisenden führe die verstärkte Präsenz zu überwiegend positiven Rückmeldungen, so die Stellungnahme der Bundespolizei. Der Fokus auf Personenkontrollen solle beibehalten werden. Die Polizei stehe im regelmäßigen Austausch mit Bundespolizei und Stadt Delmenhorst. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte, dass es in Delmenhorst seit Jahren eine „Ordnungspartnerschaft mit der Stadt und der Polizei gebe. Einsätze würden in enger Abstimmung geschehen. Am Bahnhof Delmenhorst sei so auch die DB Sicherheit, der Sicherheitsdienst der Bahn, im Einsatz.

Videoüberwachung seit 2007 erfolgreich

Auf den Delmenhorster Bahnhof hat die Polizei bereits seit über zehn Jahren ein besonderes Augenmerk: 2007 wurde eine Videoüberwachung installiert. Dadurch konnten „dem Anstieg polizeilich relevanter Sachverhalte Einhalt geboten werden“, so die Stellungnahme der Polizei. Vor mehr als zehn Jahren seien 742 Delikte am Bahnhof registriert worden – vor allem sogenannte „Sonstige Ereignisse“: Hilfeleistungen, Fehlalarme, aber auch Drogendelikte, Körperverletzungen und Diebstahl. Im Jahr 2017 waren es dann 345 „polizeilich relevante Sachverhalte“. Es habe in jedem Bereich einen Rückgang gegeben. „Der Rückgang der Straftaten ist dabei äußerst positiv zu bewerten“, so heißt es. Die Videoüberwachung habe sich bewährt und bleibe bestehen.


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