Kitaplatz-Vergabe Delmenhorst Erst Anfang Mai stehen die Kita-Anmeldungen fest

Von Kai Hasse

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Mein linker, linker Platz ist ...frei? ...nicht frei? Eltern werden noch bis 1. Mai auf eine Entscheidung warten müssen. Symbolbild: dpaMein linker, linker Platz ist ...frei? ...nicht frei? Eltern werden noch bis 1. Mai auf eine Entscheidung warten müssen. Symbolbild: dpa

Delmenhorst. Die verbindliche Vergabe von Kita-Plätzen wird erst zum Anfang Mai möglich sein. Das teilt nun Gerd Galwas vom Jugendbereich der Stadt auf Anfrage mit. Die Stadt ist an eine neue Regelung des Landes gebunden – und für die Eltern sei es sehr ärgerlich.

Die Zu- oder Absage von Kita-Plätzen wird in vielen Fällen erst Anfang Mai feststehen. Das erklärt Gerd Galwas, Fachdienstleister der Kindertagesbetreuung in Delmenhorst. Bereits in der vergangenen Woche wurde klar, dass eine übliche verbindliche Zusage zum März nicht möglich sein werde. Der Grund ist eine neue Regelung in Niedersachsen, nach der Eltern sich noch bis 1. Mai entscheiden können, ihre Kinder erst ein Jahr später einzuschulen – wenn ihr Kind zwischen 1. Juli und 30. September das sechste Lebensjahr vollendet. Das bedeutet auch, dass die Kinder, die dann nach Entscheid der Eltern nicht zur Schule gehen, entsprechend ihren Kita-Platz noch ein Jahr behalten. Somit kann bis Anfang Mai nicht vollkommen klar sein, welcher Kita-Platz frei wird.

„Es ist ein großes Problem“

„Das macht die Vergabe sehr kompliziert“, sagt Galwas, „und für einige Eltern wird das nicht erfreulich sein. Es ist ein großes Problem.“ Er geht davon aus, dass es in Delmenhorst 220 bis 230 Kinder gibt, die ein Jahr später eingeschult werden könnten – und vermutlich nur ein kleinerer Prozentsatz der Eltern würde die Möglichkeit tatsächlich in Anspruch nehmen, meint Galwas. Dennoch bleibe Ungewissheit. Denn auch Eltern, die bereits signalisieren, dass sie ihr Kind zur Schule schicken werden, können ihre Meinung noch bis 1. Mai ändern – und das mit rechtskräftigem Anspruch auf den Erhalt des bisherigen Kita-Platzes. So bemühen Träger sich, Eltern, die einen Kita-Platz brauchen, eine möglichst wahrscheinliche Prognose zu geben. Tatsächliche Zusagen zu einem Kita-Platz wären aber eher nicht rechtsbindende Erklärungen, meint Galwas, da stets eine Restchance besteht, dass Eltern der Schulkinder sich umentscheiden. So bleibe letztlich nur Anfang Mai als Frist, bis zu der mit einer verlässlichen Aussage gerechnet werden könne.

Land hat resultierende Probleme nicht bedacht

Das habe ärgerliche Folgen auf die Planung der Familien und betrifft beispielsweise die Planung von anstehenden Arbeitsverträgen der Eltern und die Gruppen beispielsweise von Tagesmüttern – so verästelt sich die Verzögerung bis Mai in die vor- und nachgelagerten Arrangements in Familien und Betreuungseinrichtungen.

„Wir müssen künftig einen besseren Weg finden, die Vergabe zu organisieren“, sagt Galwas. Die Landesregierung, die die flexiblere Einschulungsregelung beschlossen und die Frist auf den 1. Mai gesetzt hatte, habe die daraus folgenden Querelen nicht bedacht.


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