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02.03.2018, 18:40 Uhr KOMMENTAR

Hoffnung für den Patienten Josef-Hospital Delmenhorst

Kommentar von Marco Julius

Steht der Patient JHD jetzt vor einer besseren Zukunft? Foto: Melanie HohmannSteht der Patient JHD jetzt vor einer besseren Zukunft? Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Die Stadt Delmenhorst übernimmt das JHD. Jetzt geht die Arbeit richtig los. Ein Kommentar.

Ist das der Beginn einer besseren Zukunft für den angeschlagenen Patienten JHD? Oberbürgermeister Axel Jahnz zumindest sieht das Krankenhaus jetzt mit der Vertragsunterzeichnung auf einem guten Weg in die Zukunft. Eine Wunderheilung dürfte die Übernahme des JHD durch die Stadt aber nicht bewirken. Die Stadt hat unter großen Kraftanstrengungen alle Hürden überwunden, um sich den Zugriff zu sichern. Jetzt aber geht die Behandlung des Patienten JHD erst richtig los. Schmerzhafte Operationen stehen an. Stichwort Kündigungen. Schmerzhaft sind auch die Einschnitte im städtischen Haushalt, die mehr sind als nur bittere Pillen.

Dennoch: Die eingeschlagene Therapie, also die Übernahme durch die Stadt, ist der richtige Weg. Die Stadt muss jetzt beweisen, dass sie Krankenhaus kann. Die politischen Debatten sind mit der Übernahme allerdings nicht vom Tisch. Im Gegenteil. Die Frage, ob es wirklich zum geplanten Neubau in der Stadtmitte kommt, stellt sich nach dem kompletten Rückzug der Kirche neu. Für den Moment aber kann gesagt werden: Der Patient JHD lebt. Es besteht Hoffnung. Unabhängig vom künftigen Standort und vom künftigen Namen.


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