Abschied nach Ostern Kantorin Friederike Spangenberg verlässt Delmenhorst

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Das „Passionskonzert“ in der Stadtkirche am vergangenen Sonntag war das letzte Konzert mit Kantorin Friederike Spangenbergin der Stadtkirche.Foto: Melanie HohmannDas „Passionskonzert“ in der Stadtkirche am vergangenen Sonntag war das letzte Konzert mit Kantorin Friederike Spangenbergin der Stadtkirche.Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Die 33-jährige evangelische Kirchenmusikerin Friederike Spangenberg wechselt nach Bochum-Stiepel. Dort kann sie in einer katholischen Kirchengemeinde eine volle Stelle antreten.

Sie spiele, so hat es Kantorin Friederike Spangenberg zu Beginn ihres Schaffens in Delmenhorst Anfang 2015 gesagt, „alles, was Tasten“ hat – und Geige noch dazu. Zudem singe und dirigiere sie gern. Dass sie all das mit Leidenschaft und Kompetenz macht, hat sie in den vergangenen drei Jahren bewiesen. Doch jetzt zieht Friederike Spangenberg weiter. Nach Ostern ist Schluss. Sie hat ihre halbe Stelle gekündigt und wechselt in die katholische Gemeinde St. Marien in Bochum-Stiepel – auf eine volle Stelle.

„Die halbe Stelle hat einfach nicht gereicht – weder zum Leben, noch dafür, musikalische Entfaltungsmöglichkeiten zu nutzen“, sagt Friederike Spangenberg. Sie habe sich oft „ziemlich zerrissen“ gefühlt. Nebenbei arbeitet sie auch noch an ihrer Promotion, auch dafür blieb meist wenig Zeit.

Sommerkonzerte“ breiter aufgestellt

„Wir sind traurig, dass uns Friederike Spangenberg verlässt“, sagt Stadtkirchen-Pfarrer Thomas Meyer. Spangenberg habe als Kantorin viel erreicht. Die „Sommerkonzerte“ ihres Vorgängers Gerd Hofstadt hat sie nicht nur weitergeführt, sondern mit einem eigenen Stempel versehen. „Sie hat auch wesentlich dazu beigetragen, dass in der Stadtkirche jetzt ein durch Spenden finanzierter neuer Flügel steht“, sagt Meyer. Ihre Arbeit mit dem evangelischen Stadtchor hebt Meyer ebenso hervor wie Spangenbergs Beitrag zur Ökumene, vor allem in der Zusammenarbeit mit Udo Honnigfort von der benachbarten St.-Marien-Gemeinde.

Die Einblicke in die katholische Kirche helfen Spangenberg jetzt auch beim Wechsel in den Süden Bochums, wo sie als evangelische Musikerin in der katholischen Gemeinde willkommen ist.

Abschiedsgottesdienst im April

Spangenberg hat sich in Delmenhorst die Kantorenstelle mit Karola Schmelz-Höpfner geteilt. Während Schmelz-Höpfner den Bereich Pop innehat, war Spangenberg für den traditionellen Teil zuständig. Am vergangenen Sonntag stand das „Passionskonzert“ in der Stadtkirche an. Für Spangenberg war es das letzte große Konzert in ihrer Rolle in Delmenhorst. Der Schlussakkord ist allerdings noch nicht erklungen. Mit einem Gottesdienst und ganz viel Musik wird Spangenberg am Samstag, 14. April, ab 18 Uhr in der Stadtkirche gebührend verabschiedet. Eine Nachfolgerin gibt es übrigens noch nicht.

Jetzt freut sich Friederike Spangenberg auf die noch anstehenden Aufgaben in Delmenhorst, vor allem auf die Osternachtsmesse, die sie in der Stadtkirche stets als besonders atmosphärisch empfindet.

Ganz leicht fällt Spangenberg der Abschied nicht. „Es sind viele Freundschaften entstanden. Im Chor, in der Gemeinde“, sagt sie. Auch mit Stadtkirchen-Pfarrerin Sabine Lueg ist sie eng befreundet. „Die Kontakte nach Delmenhorst werden also nicht abreißen“, sagt die Kirchenmusikerin.


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