Volles Haus beim Comedy Club Witz und Akrobatik kommen in Delmenhorst gut an

Von Jasmin Johannsen

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Volles Haus beim Comedy Club in der Divarena. Gesa Dreckmann scherzt mit ihrer teils karibischen Abstammung. Foto: Melanie HohmannVolles Haus beim Comedy Club in der Divarena. Gesa Dreckmann scherzt mit ihrer teils karibischen Abstammung. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Beste Stimmung herrschte am Donnerstagabend in der Divarena: Mit Gesa Dreckmann, Lukas Wandke und Jens Ohle auf der Bühne war der 29. Comedy Club erstmalig ausverkauft.

Delmenhorst. Von Fleischmützen bis zu brennenden Fackeln: Langweilig konnte es dem Publikum am Donnerstagabend in der Divarena nicht werden. Die 29. – erstmalig ausverkaufte – Ausgabe des Comedy Clubs kam unterhaltsam daher. Gesa Dreckmann und Lukas Wandke brachten die Zuschauer mit ihren abstrusen Alltagsgeschichten zum Lachen, während Jens Ohle seine Jonglierkünste präsentierte.

Viele Pointen saßen nicht

Im Vergleich zu seinen hervorragend aufgelegten Mitstreitern eröffnete Lukas Wandke den Abend eher schwach. Der Kölner machte sich Gedanken über Lächerlichkeit von Fahrradpolizisten („Die tragen keine Waffe, die tragen Leggings“) oder über den vermeintlich besten Freund des Menschen („Hunde sind wie ich: Nicht die Hellsten, aber immer bestens gelaunt“). Trotz einiger guter Vorlagen saßen viele Pointen nicht, und aus dem Publikum war nur verhaltenes Lachen zu hören.

Vergleich zwischen Karibik und Nordsee

Ganz anders bei Gesa Dreckmann: Aus dem norddeutschen Hinterland stammend, berichtete sie vom Dorfleben, wusste mit dem Publikum schlagfertig umzugehen und nahm sich selbst auch nicht zu ernst. So tröstete die herzige „Deern“ einen Zuschauer über die kahlen Stellen am Kopf hinweg („Das sind keine Geheimratsecken, das ist Schenkelabrieb!“) und wusste sogar einen Vergleich zwischen Karibik und Nordsee zu ziehen: „Meine Mutter kommt aus Haiti, da haben die Menschen eine dunklere Haut und vollere Lippen. Also ungefähr so wie auf Sylt!“

Jens Ohle verblüffte Zuschauer

Für den erkrankten Bene Reinisch stand abschließend Jens Ohle auf der Bühne. Mit seiner Comedy-Artistik-Show stellte sich der Hamburger als echter Glücksgriff heraus und mauserte sich ganz schnell zum Publikumsliebling. Ohle, der erst im Januar für eine Benefiz-Veranstaltung in der Divarena gastierte, verblüffte die Zuschauer. Dieser Mann kann scheinbar alles: Auf der Artistenleiter balancieren und nebenbei mit brennenden Fackeln jonglieren oder Schwerter durch die Luft werfen während er auf dem Einrad sitzt. Dazu ist der Hamburger nie um einen frechen Spruch verlegen und befeuert das Publikum mit Situationskomik. Da fiel kaum ins Gewicht, dass Ohle die Darbietung aus dem Januar wiederholte. Dem komischen Akrobaten sah das Publikum bei seinen waghalsigen Aktionen einfach gerne zu.

Ein (bis auf wenige Abzüge) gelungener Abend in der Comedy-Club-Reihe, die am Donnerstag, 5. April, weitergeht.


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