Zeitzeugen-Projekt Delmenhorster Biografien in Bildern festhalten

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Paul Glöckner interviewt die ehemalige Ratsherrin Käthe Stüve. Foto: Marie BussePaul Glöckner interviewt die ehemalige Ratsherrin Käthe Stüve. Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Geschichte konservieren. So lautet der Auftrag von Paul Glöckner und Manfred Dührkop. Gemeinsam nehmen sie Interviews von Zeitzeugen aus Politik, Sport und Wirtschaft in Delmenhorst auf.

Käthe Stüve ist gut vorbereitet. Die 87-jährige Delmenhorsterin hat viel zu erzählen. „Ich war sehr lange im Stadtrat und engagiere mich in der CDU“, erzählt sie. Grund genug für Paul Wilhelm Glöckner und Manfred Dührkop, die Seniorin für ihr Projekt „Delmenhorster Persönlichkeit“ zu interviewen. Bereits 1987 nahm Paul Wilhelm Glöckner die ersten Aufnahmen mit einer Videokamera auf. Seit etwa einem Jahr unterstützt ihn Manfred Dührkop, der sich um alle technischen Fragen kümmert. „Einen Teil der alten Videokassetten habe ich auch schon digitalisiert“, ergänzt er. 20 Jahre war er Leiter der Stadtbildstelle.

Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Kultur

„Ich befrage Menschen, die Delmenhorst in unterschiedlicher Weise geprägt haben. Politiker, Sportler oder Personen aus der Industrie“, erklärt der pensionierte Lehrer Glöckner. Mehr als 60 Personen hat er schon interviewt. Die Zeitzeugen erzählen angefangen mit ihrem persönlichen Hintergrund über Ereignisse, die für sie in Delmenhorst prägend waren. „Die Veränderungen der Stadt sind ja nicht zu übersehen. Die Schließung von Unternehmen wie Delmod waren für viele wichtig“, erklärt Glöckner. Trotzdem setze aber jeder Befragte seine eigenen Schwerpunkte, sagt er weiter. Käthe Stüve betont: „Wir haben die Stadt mit aufgebaut und sehen die Veränderungen ganz anders.“ Die Aufnahmen übergibt der 74-jährige oft dem Stadtarchiv.

Quelle für nachfolgende Generationen

Welche Fragen für spätere Generationen interessant sind, ist heute noch nicht abzusehen. „Ich finde es trotzdem wichtig, dass unsere Erfahrungen festgehalten werden“, sagt Käthe Stüve. Ein Gedächtnis der Stadt soll so entstehen.


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