Schülerfirma eröffnet Laden Junge Delmenhorster lernen unternehmerisches Denken

Von Elena Dohrmann

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Die Lehrkräfte Tim Kruse und Thorben Umbach mit dem „Schnick Schnack“ Geschäftsführer Markus Hilfer und seinem Stellvertreter Maximilian Lux (von links). Foto: Elena DohrmannDie Lehrkräfte Tim Kruse und Thorben Umbach mit dem „Schnick Schnack“ Geschäftsführer Markus Hilfer und seinem Stellvertreter Maximilian Lux (von links). Foto: Elena Dohrmann

Delmenhorst. Der Schülerladen der BBS I hat am heutigen Mittwoch, 28. Februar, im Jute-Center seine Türen geöffnet. Die Idee hinter dem Erfolgsprojekt der Delmenhorster Schule besteht schon seit über zehn Jahren. 

Das Angebot reicht von Dekorationsartikeln über elektronische Kleinwaren bis hin zu Haushaltsgegenständen. Das Warensortiment von „Schnick Schnack“, dem neuen Schülerladen der BBS I, soll jeden Kundenwunsch erfüllen. 20 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Realschulabsolventen mit dem Schwerpunkt Handel wirken an dem kleinen Laden im Erdgeschoss des Jute-Centers mit. Dafür wurden im Voraus Abteilungen mit bis zu vier Schülern gebildet, die in den Bereichen Einkauf, Verkauf, Verwaltung und Rechnungswesen ihre individuellen Fähigkeiten einbringen konnten. Unterstützung erhielten sie dabei aus der regionalen Wirtschaft. So stand Christoph Pawlowski, Geschäftsführer des Postenhandels Nord, den Schülern beim Einkauf der Waren beratend zur Seite.

Schüler profitieren von Teilnahme am Projekt 

Das unternehmerische Denken der Schüler fördern und gleichzeitig Orientierungsmöglichkeiten für die spätere berufliche Laufbahn schaffen. Diese Intentionen verfolgt Thorben Umbach, Lehrkraft an der BBS I mit seinem Kollegen Tim Kruse mit dem Schülerladen. Die beiden Leiter des Projekts sind begeistert von dem Einsatz, den die Schüler zeigen: „Dieser Jahrgang zeigt ein Engagement, das ich bis jetzt noch nicht erlebt habe“, lobt Tim Kruse. Viele der Teilnehmer befüllten die Regale nach Schulschluss noch bis zum späten Abend, die Arbeitsschichten bestehen neben dem regulären Unterricht. Diese Bemühungen zahlen sich aus: bei den Schülern, die am Ende des Projekts das ausgestellte Zertifikat in den Händen halten, besteht die Möglichkeit, eine potenzielle Ausbildung um ein Jahr zu verkürzen. Einige der Teilnehmer haben ihr Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen entdeckt, so auch Maximilian Lux. Der stellvertretende Geschäftsleiter des Schülerladens möchte auf das Gymnasium wechseln, um dort sein Wirtschaftsabitur zu erlangen. Das Geschäft wird jedoch lediglich bis Anfang April bestehen bleiben. Die Erlöse dieser Zeit werden, wie in den letzten Jahren, regionalen Projekten zugutekommen. 


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