Familienfreundliche Kirche St. Stephanus Gemeinde Delmenhorst stellt sich neu auf

Von Marie Busse

Pfarrerin Nele Schomakers, Gemeindemitglied Jörg Neunaber, Kirchenälteste Dorlies Woltjen und Pfarrerin Barbara Bockentin stellten mit vier weiteren Mitgliedern ein neues Gemeindekonzept auf. Kochabende gehören jetzt zum festen Programm. Foto: Marie BussePfarrerin Nele Schomakers, Gemeindemitglied Jörg Neunaber, Kirchenälteste Dorlies Woltjen und Pfarrerin Barbara Bockentin stellten mit vier weiteren Mitgliedern ein neues Gemeindekonzept auf. Kochabende gehören jetzt zum festen Programm. Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Die evangelische Kirchengemeinde St. Stephanus Delmenhorst stellt sich neu auf. Neben einem neben Logo und Internetauftritt, ist ein umfangreiches Angebot für Familien entwickelt worden.

Filmabende, Bastelnachmittage, ein Gospelchor und Krabbelgottesdienste sind nur einige Angebote, die die St. Stephanus Gemeinde seit diesem Jahr in ihrem Programm verankert hat. Ein neues Logo und ein Internetauftritt vervollständigen den Wandel der Kirchengemeinde hin zur Familienkirche. „Wir haben nach einer Gemeindekirchenratsklausur im Herbst 2016 beschlossen, uns neu aufzustellen. Wir möchten eine Beteiligungskirche sein und nicht nur auf den Pfarrer konzentriert“, sagt Pfarrerin Barbara Bockentin.

Familie steht im Mittelpunkt

Die Familie stehe dabei im Mittelpunkt. Pfarrerin Nele Schomakers erklärt: „Unter Familie verstehen wir nicht nur Mutter, Vater, Kind. Familie entsteht nicht nur durch Verwandtschaft, sondern durch Beziehungen.“ Im Herbst 2016 trat erstmals eine Arbeitsgruppe zusammen, die ein Konzept für die Kirche entwickelte. „Zu der Arbeitsgruppe gehörten engagierte Mitglieder, genauso wie Menschen, die kaum Berührungspunkte mit uns haben. Die Sicht von außen war sehr hilfreich“, sagt Schomakers.

Das Konzept ergänze die derzeitige Gemeindearbeit. „Die Angebote sind keine Konkurrenzveranstaltungen, sondern sprechen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen an“, sagt Bockentin. Nicht für jeden sei ein liturgischer Gottesdienst wichtig, dafür aber vielleicht ein geselliger Filmabend. Auch den Gottesdienst am Sonntag eine Stunde später zu veranstalten, sei ein wichtiges Signal. „Wir wollen deutlich machen, dass Kirche beweglich und offen sein kann“, sagt Bockentin.

Kirche reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen

Mit der Familienkirche reagiert die Gemeinde auf gesellschaftliche Veränderungen. „Ich glaube, dass sich die Kirche der Gesellschaft anderweitig öffnen muss. Zum Beispiel durch andere Angebote“, sagt Jörg Neunaber. Er ist Teil der Arbeitsgruppe. „Wir sind stolz darauf mit dem Konzept unterschiedliche Menschen anzusprechen. Jeder kann sich bei uns einbringen“, ergänzt Bockentin. Die neue Website trage zusätzlich dazu bei, dass die Gemeindearbeit präsenter werde. Das Logo mit dem Zusatz „Unterschiede machen uns bunt“ zeige die Offenheit und Dynamik der Gemeinde.