Verkaufspavillons in Delmenhorst Händler und Kunden ärgert „ramschiger“ Eindruck

Von Kai Hasse

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Verkaufspavillons in der Stadt ärgern manche Delmenhorster. Eine Satzung zur gefälligen Außennutzung gibt es in Delmenhorst nicht. Foto: Kai HasseVerkaufspavillons in der Stadt ärgern manche Delmenhorster. Eine Satzung zur gefälligen Außennutzung gibt es in Delmenhorst nicht. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Verkaufsstände auf dem Bürgersteig unter kleinen Zelten oder Pavillons seien zu hässlich für die neu erschönte Delmenhorster Innenstadt. Das meinen Kunden und Händler.

Mehrere Millionen Euro hat die Stadt in die Erneuerung und Verschönerung der Innenstadt gesteckt. Nun ist der Umbau fertig, und es wächst Kritik an einzelnen Verkaufspavillons in der Stadt. Sie seien hässlich, ramschig und ein Ärgernis.

Schöner neuer Anblick vergällt

Leserinnen missfalle vor allem die Aufmachung der Stände, die in Delmenhorst am Bahnhof und an der Bahnhofstraße nahe der Langen Straße stehen. Ihr Anblick vergälle den schönen neuen Anblick der Stadt. „Schlimm sieht das aus“, heißt es gegenüber dem dk. Generell gelte bei solchen Ständen auch, dass man nicht gut zwischen Verkaufszelt und Laden hindurchkäme, und eine Leserin befürchtet, der „Blindenstreifen“ aus geriffelten Steinen, die Sehbehinderten als Orientierungshilfe dienen, könnten durch Stände oder Kunden verstellt werden.

Wüstner: Gute Beispiele im Harz

Die Kritik teilt auch der Sprecher der Innenstadt-Kaufleute Delmenhorsts, Christian Wüstner. „Nicht sehr schön“, seien die Stände, an denen beispielsweise Accessoires und Kleidung verkauft werden. „Die Stadt und die Unternehmer haben viel Geld ausgegeben, um die Innenstadt zu verschönern. Wenn man jetzt vom Bahnhof her in die Stadt hineingeht, sieht sie durch diese Stände aber aus wie ein ramschiger Flohmarkt.“ Er zieht einen Vergleich zu Städten im Harz: Dort hätten sich Städte eine gemeinsame Gestaltungssatzung für die Innenstädte gegeben, was dazu geführt habe, dass die Städte insgesamt einladend aussähen – samt einheitlich gestalteter Werbeschilder. Hier müsse man nachbessern.

Sondernutzungssatzung ohne gestalterische Verbote

Stadtsprecher Timo Frers verweist auf die Sondernutzungssatzung der Stadt, insbesondere Paragraf 8. Demnach können Sondernutzungen der Innenstadt-Straßen versagt oder widerrufen werden, wenn – grob verkürzt – beispielsweise Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gefährdet sind, die Nutzung gegen den genehmigten Sondernutzungszweck ausgeübt wird, oder die Nutzer der Straße ihre Auflagen nicht erfüllen. Weitere konkretere Einschränkungen – wie etwa zur Gestaltung – sind nicht vorhanden. „Solange, bis sich eine Initiative findet, das zu ändern“, erklärt Frers.


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