Tabula Rasa bei Delmod Delmenhorst macht Weg frei für weitere Bauplätze

Von Kai Hasse

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Wo einst Mode hergestellt wurde, sollen bald Delmenhorster wohnen. „Delmod“ wird abgerissen. Foto: Kai HasseWo einst Mode hergestellt wurde, sollen bald Delmenhorster wohnen. „Delmod“ wird abgerissen. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Die ehemalige Kleidungsfabrik Delmod wird abgerissen. Das Gebäude stand seit 2009 leer. Nun soll Platz für Wohnbebauung entstehen. Rund 50 Plätze könnten entstehen. Die Vermarktung soll 2019 starten.

Den alten Delmod-Gebäuden geht es an den Kragen. Ab sofort stehen die Baumaschinen auf dem Gelände der ehemaligen Mode-Fabrik. In drei Monaten soll hier Tabula Rasa sein – und Platz für begehrte Wohnbebauung.

Konkrete Pläne für Bebauung noch im ersten Halbjahr 2018

Vor einem Jahr und vier Monaten hatte die Stadt das Gelände der seit 2009 leer stehenden Fabrik gekauft. Hier soll nun Wohnraum für Delmenhorster geschaffen werden. Bevor gebaut wird, geht der ganze Prozess aber noch über Reißbretter und Gremien: Die Oldenburger NWP-Planungsgesellschaft entwirft derzeit ein Konzept dafür, die eine Bebauung aussehen könnte. Erste Vorentwürfe gibt es laut Stadt bereits, sie werden parallel geprüft. Noch im ersten Halbjahr soll dann ein Konzept für Politik und Öffentlichkeit fertig sein, es folgen Beteiligungsverfahren und politische Diskussion und der Bebauungs-Plan. Erschlossen und vermarktet werden die Grundstücke dann voraussichtlich erst im Jahr 2019.

Platz für rund 50 Baugrundstücke

Für die Stadt und die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist das ein Luftholen. Derzeit stünden etwa 400 Bauwillige bereit, meint Axel Langnau, Chef der dwfg. Zum jetzigen Stand sei die Anzahl von Bauparzellen noch unklar. Das Delmod-Gelände ist etwa 28000 Quadratmeter groß. Grob 25 bis 30 Prozent davon müssen für Zuwegung, Spielplätze oder Gräben abgerechnet werden, betont Oberbürgermeister Axel Jahnz. Blieben also etwa 20000 Quadratmeter. Bei einer eher kleinen Grundstückgröße von 400 Quadratmetern wären das 50 Baugrundstücke – sofern nicht große Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

„Wir wollen das Gelände in eine gute Zukunft führen“

Axel Jahnz verdeutlichte, dass Bestandteil des Bebauungsplans auch die Überlegung sein werde, inwieweit sich Gebäude in das Umfeld einfügen, beispielsweise durch die Geschossanzahl. Bei der Enthüllung der Hinweistafel für den Abbruch durch die Bremer Sandwerke GmbH erklärte er mit Blick auf die ehemalige Modefirma: „Hinter uns ist ein Gebäude mit großer Vergangenheit. Wir wollen es in eine gute Zukunft führen.“


Die dwfg erfasst die Bauinteressenten in Delmenhorst. Durch die Gesellschaft erfolgt auch die Vermarktung der städtischen Bauplätze. Bei der Bewerbung für ein Grundstücke werden unterschiedliche Kriterien erfasst. Darunter fallen beispielsweise bisheriger Grundbesitz, Wohnort, Arbeitgeber und Einkommen. Im Netz unter dwfg.de/grundstuecke-immobilien/wohnen/ finden sich Möglichkeiten zur Bewerbung.

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