Verhandlungen laufen noch Stadt Delmenhorst hofft auf JHD-Zuschlag

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Noch ist die angestrebte Rekommunalisierung des Josef-Hospitals nicht in trockenen Tüchern. Foto: Melanie HohmannNoch ist die angestrebte Rekommunalisierung des Josef-Hospitals nicht in trockenen Tüchern. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Das Bieterverfahren zur Übernahme des JHD läuft. Sicher ist derweil, dass es Kündigungen geben wird, wie viele Mitarbeiter gehen müssen, ist noch nicht bekannt.

Noch ist die angestrebte Rekommunalisierung des Josef-Hospitals nicht in trockenen Tüchern. „ Wir haben unser Angebot abgegeben. Jetzt müssen wir abwarten, wie das Bieterverfahren läuft“, sagt Oberbürgermeister Axel Jahnz, der noch einmal „den Wunsch und den Willen“ bekräftigt, das finanziell angeschlagene Krankenhaus in städtischer Hand führen zu wollen. Ob die Stadt am Ende wirklich zum Zuge kommt, wie Jahnz hofft, ist noch offen. „Ich kann da auch keine Wasserstandsmeldung abgeben und will auch nicht spekulieren“, sagt Jahnz.

Rücksicht auf Verhandlungen

„Wir sind bei den Verhandlungen mit der Stadt bereits ziemlich weit gekommen“, betont aber der zuständige Insolvenzanwalt Michael Schütte. Man befinde sich in guten Gesprächen. Mit Rücksicht auf die laufenden Verhandlungen will und kann sich aber auch Schütte nicht weiter in die Karten schauen lassen.

Wie berichtet, hatte die Stadt vor Kurzem ein verbindliches Angebot abgegeben – und dafür auch einen Nachtragshaushalt erstellt, um über die notwendigen finanziellen Mittel zu verfügen. Von der Kommunalaufsicht gab es für den Nachtragshaushalt ein positives Signal, die endgültige Genehmigung steht laut Jahnz aber weiter aus. Mit einer Entscheidung sei Ende des Monats Februar zu rechnen.

Neben dem Übernahmeangebot der Stadt gibt es auch sogenannte indikative, also nicht verbindliche erste Angebote von privater Seite, berichtet Schütte auf dk-Nachfrage. Ziel der Insolvenzverwaltung, der JHD-Geschäftsführung und der Stadt ist es weiterhin, die Verhandlungen bis zum 1. März abzuschließen und den Betrieb dann in eine neue Gesellschaft zu überführen. Die bisherigen Gesellschaften können dann abgewickelt, die Vermögenswerte übertragen werden.

Bis spätestens 1. März müssten auch die Insolvenzverfahren der bisherigen JHD-Gesellschaften eröffnet werden, sagt Schütte.

Kündigungen kommen

Um das JHD zu sanieren, werde es definitiv Kündigungen geben. „Die werden Ende Februar oder Anfang März ausgesprochen“, sagt Schütte. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen auch mit der Arbeitnehmervertretung könne er aber noch nichts sagen, wie viele JHD-Mitarbeiter das Haus dann verlassen müssen. Schütte weist, ebenso wie es bereits JHD-Geschäftsführer Florian Friedel getan hat, daraufhin, dass es im Insolvenzrecht besondere Bestimmungen gibt, die sicherstellen, dass „am Ende keine überalterte Belegschaft zurückbleibt“.


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