Parken in Delmenhorst Kaufleute üben nach Brötchentasten-Aus scharfe Kritik an Stadt

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Das Parken ohne Brötchentaste soll nun wieder die Regel werden. Die Stadt will so für die Übernahme des JHD sparen – die Kaufleute reagieren allerdings äußerst gereizt auf diese Sparmaßnahme. Archivfoto: Andreas NistlerDas Parken ohne Brötchentaste soll nun wieder die Regel werden. Die Stadt will so für die Übernahme des JHD sparen – die Kaufleute reagieren allerdings äußerst gereizt auf diese Sparmaßnahme. Archivfoto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Das Parken ohne Brötchentaste soll nun wieder die Regel werden. Die Stadt will so für die Übernahme des JHD sparen – die Kaufleute reagieren allerdings äußerst gereizt auf diese Sparmaßnahme.

Die Abschaffung der Brötchentaste, die die Stadt Delmenhorst aufgrund von Einsparungen für eine Rekommunalisierung des Josef-Hospitals angekündigt hat, ruft eine scharfe Reaktion der Kaufmannschaft hervor. Wie City-Kaufleute-Sprecher Christian Wüstner mitteilt, sei der Einzelhandel der Innenstadt „unglaublich enttäuscht“. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Parkplatzsituation ist das ein völlig falsches Signal.“ Damit spricht Wüstner das abgerissene City-Parkhaus im Westen und das bisher ausbleibende Parkdeck Am Vorwerk im Osten der Innenstadt an. Zudem seien die Graftwiesen als große Parkfläche aus Sicht der Kaufleute durch fehlende Fußwege und Beleuchtung nur schlecht erschlossen.

100.000 Euro teures Standortkonzept werde konterkariert

„Unsere Kunden haben die Brötchentaste häufig genutzt. Die Kaufleute investieren ihr Geld in ihre Läden und Mitarbeiter, halten der Stadt die Treue, und nun wird das Parken als völlig nachrangiges Thema behandelt“, kritisiert Wüstner. Die Stadt konterkariere mit der Sparmaßnahme komplett die Arbeit der Marketingberatung CIMA, die im Auftrag der Stadtverwaltung ein Standortmarketingkonzept erstellt habe – laut Haushalt 2018 immerhin 100.000 Euro teuer –, um langfristig das Image Delmenhorsts zu verbessern. Auch Kaufleute waren am Konzept beteiligt.

Kaufleute sehen schlechte Kommunikation durch die Stadt

„Der Imageschaden und der Kaufkraftabfluss ist mit dem Wegfall der Brötchentaste kaum zu beziffern“, klagt Wüstner, der der Stadt schlechte Kommunikation vorwirft: Die Kaufleute selbst hätten von der Sparmaßnahme aus der Zeitung erfahren – eine Info vorab an die Kaufleute wäre wünschenswert gewesen.

Der Wegfall der Brötchentaste soll der Stadt laut Verwaltungsvorlage monatlich rund 11.000 Euro bringen.


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