„Höchste Zeit“ im Kleinen Haus Delmenhorster Publikum feiert Heiratsrevue

Von Marie Busse

Angelika Mann (die Hausfrau), Charlotte Heinke (die Karrierefrau), Nini Stadlmann (die Junge) und Heike Jonca (die Vornehme) (v.li.) sind im Hochzeitsrausch. Foto: Marie BusseAngelika Mann (die Hausfrau), Charlotte Heinke (die Karrierefrau), Nini Stadlmann (die Junge) und Heike Jonca (die Vornehme) (v.li.) sind im Hochzeitsrausch. Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Nach dem Erfolg des Musicals „Heisse Zeiten“, war jetzt im Kleinen Haus das Fortsetzungsstück „Höchste Zeit“ zu sehen. Rund 400 Zuschauer feiern das Damenquartett im Hochzeitsrausch.

Eine Braut im Hochzeitsstress, drei höchst unterschiedliche Brautjungfern, ein verschwundener Ehemann und andere unvorhergesehene Katastrophen – davon kann das schrullige Damenquartett aus dem Musical „Höchste Zeit“ von Tilmann von Blomberg ein Lied singen.

Vier Damen im Hochzeitsrausch

Wenige Jahre nach ihrer ersten Begegnung am Flughafen treffen sich die vier unterschiedlichen Frauen zur Hochzeitsfeier wieder. Die muntere Hausfrau (Angelika Mann), die gestresste Junge (Nini Stadlmann) und die zynische Vornehme (Heike Jonca) überraschen die Braut in spe (Charlotte Heinke) in ihrem Hotelzimmer. Sie wankt volltrunken durch den Raum und hatte den Besuch ihrer Brautjungfern vollkommen vergessen. Obendrein fehlt vom Bräutigam jede Spur. Passend zum Thema Hochzeit stehen Beziehungsdramen im Vordergrund: Die Hausfrau will endlich einen Job annehmen, die Junge wartet vergeblich auf einen Antrag und die Vornehme auf ihre Scheidung – weshalb sie an der nahenden Hochzeit kein gutes Haar lässt. „Den Richtigen gibt es nicht, nur den am wenigsten Falschen“, meint sie.

Songs der 1970er bis 1990er Jahre

Begleitet werden die vier Frauen von einer vierköpfigen Liveband. Die Hausfrau rockt „Ich will noch mehr“ zur Melodie von Chuck Berrys „Johnny B. Goode“ und wird mit Szenenapplaus belohnt. Zu Rolf Sojas „Yes Sir, I can boogie“, klagen die Damen mit viel Selbstironie über Alterserscheinungen. Howard Carpendale geistert als Phantom durch die Revue und bis zum Schluss stellt sich die Frage, wo der Bräutigam ist. Die Dialoge sind witzig, die Songs mitreißend und das Publikum klatscht von Beginn begeistert mit. Nach zwei Zugaben dankt es den Darstellerinnen und Musikern mit stehenden Ovationen.