Zweijährige Baustelle Neubau einer Brücke macht B75 zu Nadelöhr

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Wird ab 2020 abgerissen: Die B75-Brücke über die  Varreler Bäke. Foto: Reiner HaaseWird ab 2020 abgerissen: Die B75-Brücke über die Varreler Bäke. Foto: Reiner Haase

Delmenhorst/Bremen. Auf Pendler mit Arbeitsplatz in Bremen aus dem Raum Delmenhorst/Oldenburg kommen 2020 und 2021 harte Jahre zu. Die Bundesstraße 75 wird wegen Erneuerung einer Brücke zum Nadelöhr.

Die Bundesstraße 75 wird ab Anfang 2020 genau auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Bremen für zwei Jahre zur Dauerbaustelle. Die Brücke über die Varreler Bäke, die die Landesgrenze markiert, ist so marode, dass sie komplett abgerissen und erneuert werden muss. In den Jahren 2020 und 2021 steht deshalb laut Dr. Benedikt Zierke von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und-baugesellschaft (DEGES) in jede Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. An einigen Wochenenden werde die Bundesstraße zwischen Delmenhorst und Huchting komplett gesperrt.

Nur noch ein Fahrstreifen pro Richtug

Anfang 2020 wird laut Zierke die 300 Meter lange Brücke abgerissen und an der Nordseite eine Behelfsbrücke eingehängt. Auf dieser Brücke kann der Verkehr aus Richtung Bremen und aus dem Umland die Baustelle auf jeweils einem Fahrstreifen passieren, während auf der Südseite gebaut wird. Sind dort zwei Spuren, je eine für jede Fahrtrichtung, befahrbar, wird die Behelfsbrücke entfernt und die zweite Halbbrücke gebaut. Ende 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Pendler müssen 30 Minuten mehr einplanen

In den Stoßzeiten stockt der Verkehr auf der Bundesstraße 75 jetzt schon regelmäßig. Für die Zeit des Brückenbaus sagt DEGES-Sprecher Zierke längere Staus voraus. „Autofahrer, die jetzt um viertel nach sieben starten, sollten dann eine halbe Stunde früher aufbrechen“, empfiehlt der Baustellenexperte.

Eine Vollsperrung der Bundesstraße 75 in der gesamten Bauphase sei geprüft, aber verworfen worden, sagt Zierke. Der Nachteil der Überlastung von Ausweichstraßen auch durch Wohngebiete hätte ihm zufolge den Vorteil einer verkürzten Bauzeit überwogen.

36.000 Fahrzeuge am Tag

Verkehrszählungen zufolge wird die Bundesstraße 75 aktuell werktäglich von 36.000 Fahrzeugen benutzt. Jedes fünfte Fahrzeug ist dem Schwerlastverkehr zugeordnet. Ein großer Teil des Schwerlastverkehrs ist dem Güterverkehrszentrum (GVZ) zuzurechnen.

Schwerlastverkehr wird umgeleitet

Bis zur Einrichtung der Baustelle an der Varreler Bäke soll der Bau der Stadtautobahn 281 in Bremen so weit fortgeschritten sein, dass nach den Prognosen der Baustellenplaner wesentlich mehr Schwerlastverkehr mit dem Ausgangspunkt oder Ziel GVZ von den Autobahnen 1 und 281 aufgenommen wird. Vorausgesagt wird auch, dass die Fahrbahnerneuerungen auf der Autobahn 1 zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und Bremen-Arsten einschließlich dem Neubau einer Brücke über die Ochtum dann abgeschlossen sind. Laut Zierke sollen in der Bauphase der Brücke über die Varreler Bäke deshalb nur noch 32.000 Fahrzeuge täglich rollen. Der Anteil der Lastwagen bleibt bei rund 20 Prozent.


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