Wollepark 11-12 Brand in Wolleparkblock durch Obdachlose ausgelöst

Von Frederik Grabbe

Montagabend ist ein Feuer in einem der beiden leer stehenden Blöcken im Wollepark ausgebrochen. Wie der Verwalter nun mitteilte, soll ein Feuer von Obdachlosen außer Kontrolle geraten sein. Foto: Marco JuliusMontagabend ist ein Feuer in einem der beiden leer stehenden Blöcken im Wollepark ausgebrochen. Wie der Verwalter nun mitteilte, soll ein Feuer von Obdachlosen außer Kontrolle geraten sein. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Obdachlose sollen den Brand am Montagabend in einem der verwaisten Wolleparkblöcke 11-12 ausgelöst haben. Das teilt Hausverwalter Matthias Volkmer auf Nachfrage mit. Auch die Polizei geht mittlerweile von „fahrlässiger Inbrandsetzung“ aus. Unterdessen spricht der Verwalter von wiederkehrendem Vandalismus, der das Gebäude ereilt. Volkmer: „Wir stehen dem hilflos gegenüber.“

Der Brand in einem der leer stehenden Wohnblöcke im Delmenhorster Wollepark wurde vermutlich durch Obdachlose ausgelöst. Das teilt der Hausverwalter der Gebäude am Wollepark 11 bis 12, der Bremer Immobilienmakler Matthias Volkmer, auf Nachfrage mit und verweist dabei auf die Polizei. Diese bestätigte am Nachmittag, dass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden kann. Die Experten gehen eher von einer „fahrlässigen Inbrandsetzung“ aus. „Die Begehung des Gebäudes deutete darauf hin, dass sich Unberechtigte eine Obdach gesucht hatten und durch eine provisorische Feuerstelle für ein wenig Wärme sorgen wollten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Wiederkehrender Vandalismus und Metalldiebe

Bei dem Brand am Montagabend im 7. Stock in der Hausnummer 12 mussten 40 Feuerwehrleute anrücken. Der Hausverwalter habe in den vergangenen Wochen, in denen die Temperaturen auf den Gefrierpunkt gefallen waren, vermehrt mit Vandalismus zu kämpfen gehabt. Eingeschlagene Scheiben in Fenstern und Türen oder aufgebrochene Schlösser nennt Volkmer als Beispiele. Er spricht auch von organisierten Banden, die Metalle oder Mischbatterien in den Gebäuden stahlen. „Wir stehen dem komplett hilflos gegenüber“, sagt der Hausverwalter.

Verwalter sucht Hilfe der Stadt

Auch Grundstückspflegearbeiten des Hausmeisters würden regelmäßig zunichtegemacht, indem Eindringlinge Möbel und Müll aus den Wohnungen auf die Grünflächen schmissen. Volkmer: „Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.“ Der Verwalter will nun das Gespräch mit der Bauordnung der Stadt suchen und ausloten, inwiefern das Gebäude durch Bauzäune oder ähnliches geschützt werden kann.

Viele unbeglichene Rechnungen

Volkmer hatte nach der Schließung der beiden Blöcke im November angekündigt, die Wohnungen mittelfristig sanieren zu wollen. Dieser Plan besteht auch immer noch. Allerdings bestehen wegen nicht gezahlter Gas- und Wasserrechnungen Rechtsstreitigkeiten mit den Stadtwerken. Auch die Stadt fordert Geld für eine zwischenzeitlich eingerichtete Brandwache.