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Geräumte Wohnung brennt Feuer im Delmenhorster Wollepark ausgebrochen

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Delmenhorst. Ein Feuer hat am Montagabend in einer Wohnung in einem leerstehenden Wohnblock an der Straße Am Wollepark in Delmenhorst gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand nach einer knappen halben Stunde löschen.

In dem geräumten Block Am Wollepark 12 ist am Montag kurz nach 18 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchsäule und die Flammen waren weithin sichtbar. Als die alarmierte Feuerwehr eintraf, stand eine Wohnung im 7. Obergeschoss in Vollbrand, Flammen schlugen aus den Fenstern. „Das Feuer drohte ins 8. Obergeschoss überzugreifen, durch den Löschangriff über die Drehleiter konnte das weitgehend verhindert werden“, berichtete Feuerwehr-Chef Thomas Stalinsiki. Die Löscharbeiten gingen zügig voran.

„Auch wenn die Blöcke 11 und 12 geräumt und nicht mehr bewohnt sind, mussten wir zunächst davon ausgehen, dass sich Personen im Gebäude befanden und Menschenleben in Gefahr waren“, betonte Stalinski. Im Gebäude sind dann aber keine Menschen angetroffen worden. „Man kann nie aussschließen, dass sich Obdachlose Zutritt verschafft haben oder Jugendliche dort Party machen“, sagte der Feuerwehr-Chef.

In dem im November geräumten und seitdem verschlossenen Block gibt es keinen Strom, ein technischer Defekt als Brandursache ist daher unwahrscheinlich. Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist aber noch unklar, Brandstiftung eine Option. Geräumt worden war das Gebäude auch wegen der möglichen Brandgefahr. „Die Wohnungen sind verwahrlost, Müll und Sperrmüll stehen herum. Die Löscharbeiten wären deutlich erschwert worden, wenn der Block noch bewohnt gewesen wäre“, sagte Stalinski.

40 Kameraden im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Stadt waren mit 40 Kameraden im Einsatz. Zwei Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer von innen. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Viele Schaulustige hatten sich eingefunden, um einen Blick aufs Geschehen zu wagen.

Oberbürgermeister Axel Jahnz hatte Anfang November vor einem großen Medienaufgebot die Schließung der Blöcke verteidigt. Die Stadt habe „überhaupt keine andere Wahl“ gehabt, als die Gebäude nach Monaten des Gas- und Wasserstopps, nach unbezahlten Rechnungen in Höhe von 110000 Euro und nach erheblichen baulichen Mängeln für unbewohnbar zu erklären. Wie die Stadt Delmenhorst damals in einer Mitteilung bemängelte, habe es in den beiden Gebäuden etwa keine sicheren Rettungswege, eine Feuerwehrzufahrt oder Feuerwehraufstellflächen gegeben oder sie seien nicht nutzbar gewesen.


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