Gut Dauelsberg in Delmenhorst Historisches Haupthaus macht Platz für Neues

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Delmenhorst. Die Abrissarbeiten auf Gut Dauelsberg in Delmenhorst haben begonnen. Das historische Haupthaus von 1884 verschwindet und macht Platz für zwei Neubauten der Eingliederungshilfe.

„Das Haupthaus aufzugeben, war für uns zunächst undenkbar“, erklärte Jens Haake, Leiter des Gebäudemanagements des Bezirksverbands Oldenburg. Das weiße Gebäude prägte das Gutsbild mehr als 100 Jahre und bot seit 1884 über 10000 Menschen ein Zuhause. Seit Montag wird das Haus nun abgerissen. „Ich habe meine Kindheit und Jugend hier verbracht, natürlich macht der Abschied wehmütig“, sagte Einrichtungsleiter Helmut Blauth. Das Haus war jedoch sanierungsbedürftig und wies Brandschutzmängel auf. „Auch bei einer umfassenden Sanierung hätten wir die Brandschutzmängel nicht beseitigen können, weil Holzdecken durch die Trennwände verlaufen. Daher war der Neubau sinnvoll“, betonte Haake. Der Neubau ermögliche außerdem die Unterbringung in kleineren Gruppen und fünf zusätzliche Plätze.

15 zusätzliche Plätze

In dem Haus waren bis Weihnachten vergangenen Jahres 28 Männer der Eingliederungshilfe untergebracht. Der Bezirksverband Oldenburg investierte jetzt rund 4,5 Millionen Euro in den Standort. Damit werden neben den fünf neuen Plätze in der Eingliederungshilfe, zehn Plätze in der stationären Pflege geschaffen. Die stationäre Eingliederungshilfe auf Gut Dauelsberg betreut Männer, die Hilfe bei einer selbstständigen Lebensführung und Tagesstruktur brauchen. „Wir unterstützen bei alltäglichen Dinge, wie Wäsche waschen, aber auch allen anderen Themen“, sagte Blauth.

Hofcharakter bleibt erhalten

Anstelle des Haupthauses entstehen drei neue Gebäude. „Die Neubauten fügen sich gut in das Gutsbild ein, sodass der Hofcharakter erhalten bleibt“, erklärte Einrichtungsleiter. Für die Zeit der Bauarbeiten sind die Männer in das erste bereits fertiggestellte Haus, sowie in den neuen Bau der stationären Pflege gezogen. „Der Abriss soll bis März fertig sein und die Bauarbeiten sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein“, sagte Jörn Haußmann von dem Architektur Büro Kapels Architekten.

Komfortable Zimmer entstehen

Das Gebäude 3 wurde bereits fertiggestellt. Grafik: Kapels Architekten

Dann werden die Männer ihre eigenen Zimmer beziehen. Die Zimmer in den neuen Häusern sind größer und fast jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Bad. Die Unterbringung in kleineren Gruppen von etwa zwölf Personen sei für die Bewohner familiärer und für die Mitarbeiter einfacher, erklärte Blauth. „Der Neubau ist eine schöne Veränderung für uns alle“, sagte der Einrichtungsleiter.


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