28 Schöffen für Gerichte gebraucht Stuhr auf der Suche nach Laienrichtern

Von Kai Hasse

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Neben dem Richter sind oft Schöffen im Einsatz. Nach ihnen sucht nun die Gemeinde Stuhr. Foto: dpaNeben dem Richter sind oft Schöffen im Einsatz. Nach ihnen sucht nun die Gemeinde Stuhr. Foto: dpa

Stuhr. Die Gemeinde Stuhr muss für die Zeit von 2019 bis 2023 Schöffen und Jugendschöffen für Amts- und Landgerichte vorschlagen. Nun sind die Stuhrer gefordert, sich zu melden.

Insgesamt 28 ehrenamtliche Richter muss die Gemeinde Stuhr aufbringen. Sie setzen sich zusammen aus zwölf Schöffen und 16 Jugendschöffen. Sie würden am Amtsgericht Syke sowie am Landgericht Verden eingesetzt werden. Dafür braucht es etwas Erfahrung – und Verantwortungsbewusstsein, denn Schöffen üben ein hohes Amt aus.

Gleiches Stimmrecht wie Berufsrichter

Bei Gerichtsverhandlungen sind Schöffen als ehrenamtliche Rechtssprecher an der Seite von Berufsrichtern. Dabei urteilen sie mit dem gleichen Stimmrecht wie die Berufsrichter. Sie sind dem Gesetz verpflichtet – aber in ihrer Urteilsfindung unabhängig. Die Kommunen müssen in regelmäßigen Abständen solche Ehrenamtler an die Gerichte stellen. Schöffen werden als ehrenamtliche Richter zu einzelnen Verfahren dazu gerufen. Das Ziel des Amtes ist unter anderem eine lebensnahe Rechtssprechung.

Bewerbungen bei der Gemeinde

Bewerber sollten zwischen 25 und 69 Jahren alt, deutsch, aus Stuhr, nie zu mehr als sechs Monaten Haft verurteilt worden, geistig und körperlich geeignet, nicht insolvent, und nie Mitarbeiter der Stasi gewesen sein. Jugendschöffen sollen zudem erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein. Die Bewerbeunterlagen gibt es auf der Internetseite der Gemeinde, unter www.stuhr.de. Die Bewerbungsfrist dauert bis zum 15. März. Infos gibt es auch unter Telefon (0421) 5695204.


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