Keine Strafzinsen für Privatkunden Rekord im Immobiliengeschäft für die LzO

Von Frederik Grabbe

Freuten sich über gute Zahlen: LzO-Vorstandschef Gerhard Fiand (Mitte), sein Stellvertreter Michael Thanheiser (li.) und der hiesige Regionaldirektor Jörg Niemann. Foto: Frederik GrabbeFreuten sich über gute Zahlen: LzO-Vorstandschef Gerhard Fiand (Mitte), sein Stellvertreter Michael Thanheiser (li.) und der hiesige Regionaldirektor Jörg Niemann. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst/Oldenburg. Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ist weiter auf Wachstumskurs. Das ist die Kernaussage eines Bilanzpressegesprächs. Die Bilanzsumme stieg 2017 um sieben Prozent auf 9,3 Milliarden Euro.

Mit einer um sieben Prozent gestiegenen Bilanzsumme von nun 9,3 Milliarden Euro ist die Landessparkasse zu Oldenburg aus dem vergangenen Jahr gegangen. Der Überschuss ist mit 20 Millionen Euro gleich geblieben. Die Bank habe damit ihre Position als führender Finanzdienstleister in der Region ausgebaut, hielt Vorstandschef Gerhard Fiand fest.

Bank beklagt geringes Angebot im Immobilienbereich

Ein Teil ihres Geldes hat die Bank mit einem Rekordjahr im Immobiliengeschäft erwirtschaftet: Für rund 108 Millionen Euro verkaufte die LzO Objekte. Fiand sprach von einer großen Nachfrage nach Immobilien, aber auch von einem geringen Angebot. Für Delmenhorst bestätigte das Jörg Niemann, Leiter des Privatkundengeschäfts der Regionaldirektion Wildeshauser Geest-Delmenhorst. „Die Nachfrage ist riesig. Allerdings werden in der Stadt nur wenige Baugebiete entwickelt. Darum gibt es kaum ein Angebot.“

Mehr Sparer entdecken Fonds für sich

Großes Wachstum stellte die Bank auch im Wertpapiergeschäft fest. 135 Millionen Euro wurden 2017 über die LzO in verschiedenste Fonds angelegt. Hier habe sich das Geschäft in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt, so Fiand. Wegen allgemein niedriger Zinsen suchten sich Sparer nun neue Wege, ihr Geld für sich arbeiten zu lassen.

Keine Strafzinsen für Sparer

Trotzdem: Viele wissen offenbar nicht, wie sie ihr Geld anlegen sollen: Laut Fiand sind die Einlagen der Bank auf 7,2 Milliarden Euro angewachsen – ein Plus von satten sieben Prozent. Der Vorstandschef freute sich zwar über das Kundenvertrauen – allerdings habe die Bank Probleme, wiederum ausreichend Kredite auszugeben – 2017 waren das insgesamt 7,5 Milliarden Euro (+4,5 Prozent). Darum muss die LzO bei Europäischen Zentralbank Strafzinsen zahlen: 900.000 Euro waren das allein 2017. Den Betrag holt sich die LzO bei den Firmenkunden teilweise zurück – nicht aber von den Privatkunden, betonte Fiand.

Auch an einen Filialabbau denkt die Bank nicht. Im Landkreis hat sie 2017 in Hude einen Neubau abgeschlossen, 2018 sollen neue Filialen in Ganderkesee und Sandkrug folgen.