Delmenhorster Hörzeitung öffnet Tür Zeitung zum Hören ist eine Herzensangelegenheit

Von Thilko Gläßgen

Jürgen Wenzel und Edda Bruhn sprechen die Hörzeitung ein. Am Montag laden sie zum Tag der offenen Tür. Foto: Thilko GläßgenJürgen Wenzel und Edda Bruhn sprechen die Hörzeitung ein. Am Montag laden sie zum Tag der offenen Tür. Foto: Thilko Gläßgen

Delmenhorst. Auch blinde Menschen wollen wissen, was in Delmenhorst und umzu passiert. Für sie liest Jürgen Wenzel mit seinem Team der Delmenhorster Hörzeitung vor.

Wenn Jürgen Wenzels sonore Stimme erklingt, wissen die 30 Abonnenten der Delmenhorster Hörzeitung, dass es wieder Neuigkeiten aus Delmenhorst und umzu gibt. Mit seinem Team der Hörzeitung lädt Wenzel am kommenden Montag, 19. Februar, Interessierte zu einer Informationsstunde ein. Die Blindenzeitung öffnet dafür von 15 bis 16 Uhr ihr Tonstudio im Familienzentrum Villa an der Oldenburger Straße 49. Besonders an Angehörige und Freunde von Sehbeeinträchtigten und natürlich Blinde aus Delmenhorst und Umgebung richtet sich der Tag der offenen Tür.

Lokalteil des Kreisblatts wird eingelesen

Abwechselnd lesen acht Teams zu je vier Personen den Lokal- und Regionalteil des Delmenhorster Kreisblatts. Derzeit lesen mehr Frauen als Männer vor. Gerade erst ist ein Sprecher umgezogen, sodass der Verein nun nach Ersatz sucht. Nach dem Einsprechen werden die Artikel auf CD gebrannt und landen dann zweimal die Woche per Post in den Briefkästen der Abonnenten. Jeweils dienstags und freitags werden dann die vorangegangenen drei Tage von der Schlagzeile bis zu den Familienanzeigen vorgetragen.

Hörzeitung ist eine große Familie

Wenzel gehört mit seiner Frau Antje zu den Gründungsmitgliedern des Mediums. Er als Vorleser, während sie aufmerksam seiner Stimme lauscht. Mit jeder Stimme verbindet Antje Wenzel die Person, denn die Abonnenten und Vorleser der Hörzeitung sind laut ihrer Aussage eine große Familie. Zweimal im Jahr treffen sich alle und tauschen sich aus über ihre Herzensangelegenheit, die Delmenhorster Hörzeitung, aus.

Spaß am Vorlesen eint Ehrenamtliche

Während Jürgen Wenzel durch die Erblindung seiner Frau Antje schon lange im Blindenverein engagiert war, sind andere Mitglieder einfach so dem Sozialprojekt beigetreten. Sie eint der Spaß vorzulesen, denn sie wissen, dass ohne die Vorleser die Menschen auch ohne die Neuigkeiten aus dem Delmenhorster Kreisblatts auskommen müssten. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Hörzeitung.