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15.02.2018, 16:02 Uhr KOMMENTAR

Baustreit in Hasbergen: Mehr Offensive beim Bauland!

Von Michael Korn


Bauland in Hasbergen ist begehrt. Aber nicht jeder darf bauen. Archivfoto: Sonia VoigtBauland in Hasbergen ist begehrt. Aber nicht jeder darf bauen. Archivfoto: Sonia Voigt

Delmenhorst. Droht tatsächlich irreparabler Naturschaden, wenn Ackerflächen mit einer Handvoll Eigenheimen auf großzügigen, grünen Grundstücken bebaut werden? Die Stadt und das Dorf tun sich offenkundig schwer, die Zukunft Hasbergens mal etwas offensiver anzugehen. Ein Kommentar.

Mit Hängen und Würgen, und auch ein bisschen politischer Trickserei, hat sich der Rat kürzlich zu einem Neubaugebiet in Bungerhof (Heidkamp) durchgerungen. Zuvor war monatelang um Bauland in Stickgras (Langenwisch) gefeilscht worden – mit dem Ergebnis eines Minimalkompromisses. Und in Hasbergen ist der dorferschütternde Südfeld-Streit um vier Bauplätze noch nicht verklungen, da drohen neue Widersprüchlichkeiten in der Baulandpolitik: Wo einst der Dorfkrug verwirklichen stolze Häuslebauer bereits ihren Traum vom Eigenheim – so weit so gut.

Ein Stück weiter die Straße rauf, in Schohasbergen, will die Stadt dagegen Grundbesitzern die fünfte Fruchtfolge verwehren. Zu Recht? Ist es wirklich freie Landschaft, obwohl das Gelände an der Hauptstraße liegt und in Nachbarschaft zu Siedlungshäusern und landwirtschaftlichen Betrieben? Droht tatsächlich irreparabler Naturschaden, wenn Ackerflächen mit einer Handvoll Eigenheimen auf großzügigen, grünen Grundstücken bebaut werden? Die Stadt und das Dorf tun sich offenkundig schwer, die Zukunft Hasbergens mal etwas offensiver anzugehen. Ganderkesee geht da etwas forscher ran und macht es vor, wie auch im ländlichen Umfeld Interessen von Natur, Wohnen und Wirtschaft unter einen Hut zu bringen sind.


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