Delmenhorster Baulandpolitik Freud und Leid bei Bauwilligen in Hasbergen

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Hasbergen wächst - allerdings erfüllt die Stadt bei weitem nicht alle Wünsche von Landeigentümern. Foto: Michael KornHasbergen wächst - allerdings erfüllt die Stadt bei weitem nicht alle Wünsche von Landeigentümern. Foto: Michael Korn

Delmenhorst. Erneut lässt die Stadt Delmenhorst an der einen Stelle im Dorf Hasbergen Bauland zu, während sie dort an anderer Stelle derartige Wünsche ablehnt. Beide Themen beschäftigen den Planungsausschuss des Stadtrates am Dienstag, 20. Februar 2018 (öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus).

Im dörflichen Hasbergen liegen für Grundstückseigentümer Freud und Leid zunehmend nah beieinander: Erneut lässt die Stadt an der einen Stelle Bauland zu, während sie an anderer Stelle derartige Wünsche ablehnt. So wird das Gelände des früheren Hasberger Dorfkrugs mit vier großzügigen Eigenheimen bebaut – weiter südlich an der Schohasberger Straße erteilt die Stadt hingegen Grundbesitzern eine Absage. Beide Themen beschäftigen den Planungsausschuss des Stadtrates am Dienstag, 20. Februar 2018 (öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus).

Behutsame Dorfentwicklung

Der 2014 abgerissene Gastronomiebetrieb weicht vier Einfamilienhäusern, was nach Ansicht der Verwaltung an dieser Stelle eine „behutsame Dorfentwicklung und lockere Bauweise“ garantiert. Eines der Häuser steht bereits. Ein nachträglicher Antrag für die Errichtung eines Doppelhauses anstelle eines der Einzelhäuser soll dagegen abgelehnt werden. Begründung: Dies würde zu einer „Nachverdichtung durch Wohnnutzung“ führen, die sowohl „vom Umfang als auch von der räumlichen Lage nicht der Eigenart des Dorfes entspricht“. Grünes Licht gab es kürzlich zudem für das umstrittenste kleine Baugebiet Am Südfeld, das vor allem wegen eines möglichen Interessenkonfliktes aufgrund parteilicher Zusammenhänge für Streit im Dorf sorgt.

Zersiedlung verhindern

An der Schohasberger Straße geht es um Baulandnutzung für eine mehr als 13000 Quadratmeter große landwirtschaftliche Fläche. Hierzu stellt die Verwaltung fest: „Die Baulandpolitik der Stadt Delmenhorst setzt seit vielen Jahren auf die Innenentwicklung und die Nachverdichtung bestehender Bereiche, um die Zersiedlung zu verhindern. Der vorliegende Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes steht dieser Zielrichtung entgegen, da sich die Fläche südlich der Schohasberger Straße außerhalb des Siedlungszusammenhanges befindet.“ Die Antragsgrundstücke befinden sich außerdem innerhalb des geschützten Landschaftsteiles „Bywisch-Hullen-Schohasbergen“. Schutzzwecke sind insbesondere der Erhalt der durch Gehölzstreifen und Grünland geprägten bäuerlichen Kulturlandschaft sowie die Pflege und Entwicklung prägen­der Landschaftselemente.

Sieben aktuelle Bebauungspläne

Mit dem Ziel der Schaffung von Wohnbauland befinden sich den Angaben zufolge derzeit insbesondere Bebauungspläne am Bremer Postweg, westlich der Langenwischstraße, Neuenbrücker Weg/Großer Tannenweg, nördlich Am Südfeld, an Delmodstraße“, in Heidkrug sowie am Brendelweg/Jütlandstraße in Bearbeitung.


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