Projekt Szenenwechsel in Delmenhorst Jugendliche schnuppern Ostern in soziale Berufe

Von Thilko Gläßgen

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Dhurjati Roychoudhury vom Kinder- und Jugendhaus und Anette Melerski, Praktikant Markus Grote und Frerk Hinrichs von der Diakonie laden zum Szenenwechsel ein. Foto: Thilko GläßgenDhurjati Roychoudhury vom Kinder- und Jugendhaus und Anette Melerski, Praktikant Markus Grote und Frerk Hinrichs von der Diakonie laden zum Szenenwechsel ein. Foto: Thilko Gläßgen

Delmenhorst. Statt in den Osterferien nur auszuspannen, bekommen junge Leute aus Delmenhorst auch in diesem Jahr einen Einblick in die Sozialarbeit. Vom 19. bis 24. März heißt es daher wieder „Film ab“ zum „Szenenwechsel“.

Fünf Tage lang, also eine ganze Arbeitswoche, bekommen Jugendliche in der Woche vor Ostern die Möglichkeit zum „Szenenwechsel“. Statt die Füße hochzulegen und zu entspannen, heißt es dann in vielfältigen Einrichtungen der sozialen Arbeit mitzuarbeiten und einen Einblick in bislang Verborgenes zu bekommen.

Jugendliche neugierig machen

Mindestens 15 Jahre alt sollten die Teilnehmer sein, um am gemeinsamen Projekt der Diakonie, der Caritas und den Jugendorganisationen der katholischen und evangelischen Kirchen teilzunehmen. Frerk Hinrichs von der Diakonie Oldenburger Land erklärt: „Wir wollen Jugendliche neugierig machen und damit auffordern die Szene zu wechseln.“

Wertvoller Einblick hinter die Kulissen

Seit mittlerweile 21 Jahren gibt es das Projekt schon und 2500 Jugendliche haben bisher teilgenommen. Laut Hinrichs ist die überwältigende Mehrheit begeistert: „98 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie den Szenenwechsel ihren Freunden empfehlen würden.“ Und selbst wenn es jemandem überhaupt nicht gefalle, sei niemand böse, denn der Einblick hinter die Kulissen sei äußerst wertvoll.

Zahlreiche Einrichtungen in Delmenhorst machen mit

Bewerber können sich unter www.szenen-wechsel.de anmelden und ihre „Berufswünsche“ angeben, denn die Auswahl der teilnehmenden Einrichtungen ist groß. In Delmenhorst und umzu nehmen die Kindertagesstätten St. Marien und St. Christophorus sowie die Kindergärten Unterm Regenbogen und Die Arche teil. Außerdem ist der Szenenwechsel im Seniorenheim Hildegard-Stift, im Wichernstift sowie bei der Wohnungslosenhilfe und in der Fachklinik für Orthopädie Stenum möglich. Aber auch anderen Sozialberufe können den Jugendlichen auf Anfrage ermöglicht werden.

Blick über den Tellerrand

In jedem Fall wartet zwar viel reflektorische Arbeit, aber laut Anette Melerski auch die große Chance, über den sprichwörtlichen Tellerrand zu blicken. Mit dem Ende der Arbeitswoche steht dann noch die Evaluation an, hierbei wird auch das Teilnahmezertifikat überreicht. Denn gerade in den letzten Jahren hätten viele Jugendliche sich im Anschluss an den Szenenwechsel zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr entschieden.


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