Besitzerwechsel in Delmenhorst Stadt gibt Angebot für insolventes Klinikum JHD ab

Von Kai Hasse

Für den Kauf des JHD hat die Stadt Delmenhorst nun ein Angebot abgegeben. Foto: Jan Eric FiedlerFür den Kauf des JHD hat die Stadt Delmenhorst nun ein Angebot abgegeben. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. Die Stadt Delmenhorst hat ein Kaufangebot für das Josef-Hospital Delmenhorst abgegeben. Das teilt die Stadt am Abend mit. Die inhaltliche Ausgestaltung der Rahmenbedingungen ist noch vertraulich und wird weiter verhandelt. Das soll bis zum 1. März abgeschlossen sein.

Die Stadt Delmenhorst hat ein Kaufangebot zur Übernahme des JHD an die Insolvenzverwaltung des insolventen Hauses abgegeben. Konkrete Inhalte zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen wurden noch nicht bekanntgegeben. Der Insolvenzverwalter habe den Eingang des Angebotes bestätigt, meldet die Stadt.

Angebot für JHD, MVZ und Servicegesellschaften

Oberbürgermeister Axel Jahnz hat laut einer Pressemitteilung der Stadt die Ratsfraktionen darüber in Kenntnis gesetzt, dass er ein verbindliches Kaufangebot abgegeben habe. Grundlage ist eine Entscheidung des Stadtrates. Die Übernahme betreffe das JHD, das Medizinische Versorgungszentrum als Tochterunternehmen und die entsprechenden Service-Gesellschaften.

Verhandlungen laufen weiter

Die Verhandlungen zwischen der Insolvenzverwaltung, den Juristen und der Geschäftsführung würden intensiv weiterlaufen. Das Ziel der Insolvenzverwaltung, der Geschäftsführung und der Stadt sei es, diesen Prozess bis zum 1. März abzuschließen und den Betrieb in die neu zu gründenden Gesellschaften zu überführen.

Inhalte zunächst vertraulich

„Die Inhalte des Angebots und der Verhandlungen sind aufgrund des parallel laufenden Bieterverfahrens vorerst vertraulich zu behandeln, um einen potenziellen Wettbewerb mit weiteren möglichen Interessenten zu vermeiden“, schreibt Oberbürgermeister Axel Jahnz. Über Verhandlungsstände werde außerhalb des Kreises der Verhandlungspartner nicht informiert. Nach bisherigen Stellungnahmen der Stadt ging man von einem Preis von zwei Millionen Euro aus – hinzu käme ein sofortiger Finanzierungsbedarf von über 13,5 Millionen Euro bei Zustandekommen der Übernahme. Einen ersten Zwischenstand werde er den politischen Fraktionen in der kommenden Sitzung des Verwaltungsausschusses am 21. Februar geben.

„Lösung bleibt abzuwarten“

Der Insolvenzverwalter, so Jahnz, „begrüßt ausdrücklich das Übernahmeinteresse der Stadt. Die weiteren Verhandlungen über eine für alle Seiten tragbare Lösung bleiben dabei abzuwarten“, erklärt Jahnz.