Beleuchtung in den Morgenstunden Polizei kündigt verstärkte Fahrradkontrollen in Delmenhorst an

Von Sonia Voigt

Beamte der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg-Land kontrollieren derzeit verstärkt Fahrradfahrer. Foto: PolizeiBeamte der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg-Land kontrollieren derzeit verstärkt Fahrradfahrer. Foto: Polizei

Delmenhorst. Ohne Licht am Drahtesel oder auf der falschen Straßenseite unterwegs: Bei ihren verstärkten Radfahrer-Kontrollen ahndet die Polizei in Delmenhorst regelmäßig Verstöße. Neben Verwarngeldern droht auch der Verlust des Versicherungsschutzes.

Mit verstärkten Kontrollen in den Morgenstunden will die Delmenhorster Polizei Radfahrer dafür sensibilisieren, wie wichtig gerade in der dunklen Jahreszeit eine funktionierende Beleuchtung und die Nutzung des richtigen Radweges sind. „Radfahrer unterschätzen häufig, wie schlecht sie in der Dunkelheit von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden“, heißt es von der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg- Land/ Wesermarsch.

Schüler müssen reparierte Räder vorführen

Bei den Überprüfungen im Stadtgebiet Delmenhorst stellen die Beamten regelmäßig Radler fest, die ohne Licht oder auf der falschen Straßenseite unterwegs sind. Dabei nimmt die Polizei auch Eltern in die Pflicht: „Eltern schulpflichtiger Kinder sind gefordert, die Räder ihrer Kinder zu überprüfen und gegebenenfalls zu reparieren“, mahnen die Beamten. Wenn sie Kinder und Jugendliche mit defekten Rädern anhalten, müssen diese später das reparierte Fahrrad bei der örtlichen Polizeidienststelle vorzuführen.

Stecklicht geht, Taschenlampe nicht

Auf Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene kommt bei Verstößen zudem ein Verwarngeld von 20 Euro zu. Weil bei Stecklichtern die Rechtslage noch unklar ist, lässt die Polizei sie durchgehen, wenn sie per Bauartgenehmigung für den Betrieb im Straßenverkehr erlaubt sind. „Einfache Taschenlampen oder ähnliche Lichtquellen sind hingegen nicht gestattet“, klärt die Polizeiinspektion auf. Damit man als Radfahrer noch besser gesehen wird, raten die Beamten zusätzlich zu reflektierenden Arm- und Fußbändern.

Falschfahrer erhalten Teilschuld

Neben der Beleuchtung sind die Kontrollen auch auf die Nutzung des richtigen Radwegs gerichtet. Immer wieder komme es zu Unfällen zwischen Autos und Fahrrädern an Kreuzungen und Einmündungen, „weil der Autofahrer oft nicht mit der linksseitigen und damit falschen Radwegnutzung rechnet“, warnt die Polizei. In den meisten Fällen wird dabei den Falschfahrern eine Teilschuld angelastet. Versicherungen können daraufhin ihre Leistungen kürzen oder sogar verweigern. Zudem droht Radlern ab 14 Jahren eine gebührenpflichtige Verwarnung von 20 Euro.