Ein Bild von Michael Korn
10.02.2018, 12:20 Uhr KOMMENTAR

Insolvenz der Josef-Stiftung: Kirche im Zwielicht

Kommentar von Michael Korn

Entwurf für ein neues Krankenhaus in der Delmenhorster Stadtmitte: Die Stiftung St. Josef-Stift sieht diese Plänen nun in Gefahr. Foto: Gerlach Schneider Partner ArchitektenEntwurf für ein neues Krankenhaus in der Delmenhorster Stadtmitte: Die Stiftung St. Josef-Stift sieht diese Plänen nun in Gefahr. Foto: Gerlach Schneider Partner Architekten

Delmenhorst. Die ehemalige Betreiberin des St. Josef-Stift hat Insolvenz angemeldet. Bis zu ihrem Ausstieg war die Stiftung St. Josef-Stift Partnerin der Stadt beim JHD. Für die eigene Insolvenz gibt sie nun der Stadt die Schuld. Ein Kommentar.

Die Pleite der Josef-Stiftung in der noch lange nicht beigelegten Krankenhaus-Krise in Delmenhorst ist nicht nur ein weiteres Kapitel im Drama um Versagen und Versäumnisse im hiesigen Klinik-Management der letzten Jahrzehnte. Sie ist auch Beleg für ein Zerwürfnis von gesellschaftlicher Tragweite: Schließlich befinden sich die Stadt samt Rat und Verwaltung sowie die katholische Kirche auf Kriegsfuß.

Auch hier gilt scheinbar: Beim Geld hört die Freundschaft auf. Gegenseitiges Vertrauen dürfte so schnell nicht wiederherzustellen sein. Wer letztlich die Schuld an dem Desaster trägt, ist nur schwer zu ergründen. Fakt ist, dass die ehemalige Stift-Leitung die katastrophale Schieflage des Hauses verschwieg, sich aus dem gemeinsamen Josef-Hospital zurückzog und somit vor der Verantwortung wegduckte.


Der Artikel zum Kommentar