Delmestauanlage in Hasbergen Museumsmühle erhält Bronzetafel des Denkmalschutzes

Von Marie Busse

Wirkten an der Sanierung mit (v.l.): Heiko Stubbemann vom Ochtumverband, Udo Spähn von Lotto, Roland Buschmeyer vom Museum, Celine Beck vom Ingenieurbüro Gralle und Partner und Sabine Kallmann von der Stiftung Denkmalschutz Foto: Marie BusseWirkten an der Sanierung mit (v.l.): Heiko Stubbemann vom Ochtumverband, Udo Spähn von Lotto, Roland Buschmeyer vom Museum, Celine Beck vom Ingenieurbüro Gralle und Partner und Sabine Kallmann von der Stiftung Denkmalschutz Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Die Sanierungsarbeiten an der Delmestauanlange in Hasbergen sind abgeschlossen. Eine Tafel an der Museumsmühle erinnert an das finanzielle Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

„Es ist ein offizieller Neubeginn für die Anlage“, erklärte Sabine Kallmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor dem Delmestau. Nach fast vier Jahren Planungs- und Bauzeit hat Heiko Stubbemann vom Ochtumverband die Plakette am Freitag entgegengenommen. Die Bronzetafel weist von nun an auf das Engagement der Denkmalstiftung und Glücksspirale bei der Sanierung der Museumsmühle hin. Der Denkmalschutz unterstützte die Sanierung mit 50.000 Euro. „Wir finanzieren uns durch private Spender und Gelder der Glücksspirale“, sagte Kallmann.

Sanierung kostete 400.000 Euro

Die Renovierung kostete insgesamt 400.000 Euro. Neben der Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, die Stadt Delmenhorst und der Ochtumverband. Für die Instandhaltung mussten Teile der Delme trockengelegt werden. Nur so konnte an dem Mauerwerk, dem Stauwerk und der Gewässersohle gearbeitet werden. Das Ingenieurbüro Gralle und Partner betreute die Sanierung.

Die Hasberger Mühle stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde bis 1986 betrieben. Seit 1991 beherbergt die Mühle ein Museum. „Wir sind froh, dass der Standort erhalten wird“, betonte Kallmann.


Die Hasberger Mühle stammt aus dem 15. Jahrhundert. Nach Kriegszerstörungen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Mühle um 1533 wieder errichtet. 1687 ging die Mühle durch Erbpachtvertrag in den Besitz der Familie von Witzleben über und wurde 1899 aus Rentabilitätsgründen abgerissen. Als 1855 der Mühlenzwang aufgehoben wurde, kaufte ein Müller das Gebäude. 1926 erwarb die damalige Wasseracht Delmenhorst (der heutige Ochtumverband) die Wassermühle. 1950 wurde eine Stau- und Kraftanlage in Betrieb genommen. Der Mühlenbetrieb wurde 1986 endgültig eingestellt und 1991 ein Museum errichtet.

Die Hasberger Wassermühle gehört zu den über 380 Projekten, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Niedersachsen gefördert werden konnten. Insgesamt betreute die Stiftung bereits mehr als 5000 Denkmäler und investierte über als eine halbe Milliarde Euro.

(Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)