Erweiterung des „gameground“ Delmenhorster Händler tobt sich in Bremen aus

Von Kai Hasse

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Christian Wüstner vom „Gameground“ eröffnet für knapp zehn Monate eine Filiale in Bremen. Foto: Kai HasseChristian Wüstner vom „Gameground“ eröffnet für knapp zehn Monate eine Filiale in Bremen. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Das „gameground“ aus Delmenhorst startet einen Ableger in Bremen – zumindest für einige Monate. Wenn das gut läuft, könnte daraus eine dauerhafte Sache werden.

Seit Monaten laufen Christian Wüstner die Bremer die Bude ein. Es gab dort einen Spiele-Laden, der dicht gemacht hatte, und in Delmenhorst fanden die Gamer der Hansestadt dann Abhilfe: Wüstners Spiele-Geschäft „Gameground“ am Schweinemarkt. Wüstner musste davor nicht darben, der Laden läuft auch ohne. Aber er ahnt seit neuestem, dass sich eine Filiale in Bremen lohnen könnte. Nun kann er genau das ausprobieren. Er wird im Lloydhof in Bremen bis zum Ende des Jahres eine Außenstelle einrichten.

Zwischennutzung im „citylab“

„Es ist eine gute Möglichkeit: zeitlich begrenzt und mit überschaubarem Risiko“, erklärt er. Denn der Lloydhof in Bremen, ein Bau im Ansgaritorviertel, ist verkauft worden. Der neue Besitzer will das Gebäude ab 2019 umbauen. Bis dahin werde Wüstner sich im bisherigen „citylab“ einrichten – als Zwischennutzung. Wüstner rechnet damit, dass es bis zum Ende des Jahres in dem Gebäude bleiben kann. Raum und Zeit zum Ausprobieren von neuen Konzepten. Dabei will er sich vor allem auf die Trading-Cards und Merchandise-Produkte spezialisieren. Trading-Cards sind im Prinzip Spielkarten, mit denen Spieler in Fantasy- oder Science-Fiction-Welten eintauchen und spielen. Merchandise-Produkte sind oft Spiel- oder Dekoartikel, die breispielsweise Personen und Stil aus Comic- oder Actionfilmen oder Videospielen abbilden. Sie sind Teil einer ausgeprägten Fankultur. Das Geschäft, das Wüstner daraus macht, hält sich seit zwölf Jahren – seit er als 23-jähriger Unternehmer mit dem Handel in der Delmenhorster Innenstadt begonnen hat.

Raum für Spiele und Turniere

Ein besonderer Schwerpunkt im Citylab soll auf das Zusammenspiel der Kunden gelegt werden. Sie sollen ausgiebig Platz und Zeit haben, zu spielen und Turniere auszurichten. Entsprechende Veranstaltungen in einem Nebenraum des gameground in Delmenhorst seien sehr gut angekommen.

Wüstner lässt Kunden nicht allein

Abgesehen davon soll in Delmenhorst alles beim Alten bleiben: „Wir werden uns nicht vergrößern, wir bleiben aber hier. Ich werde meine Kunden nicht alleine lassen“, sagt Wüstner. Wenn aber die Übergangsnutzung des Lloydhofes in Bremen ein Erfolg werden sollte, dann kann sich Wüstner vorstellen, auch weiter einen Ableger in Bremen in Betracht zu ziehen.

Die Filiale im Lloydhof wird heute, 10. Februar, bei einem Pre-Opening erstmals öffnen. Die Türen gehen um 11 Uhr auf. Regulär ist dann ab der Woche von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Dafür hat Wüstner extra zwei Fans aus Bremen als Mitarbeiter eingestellt.


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