„Westlich Langenwisch“ Neues Baugebiet in Delmenhorst unter letztem Vorbehalt

Von Thomas Breuer

Eine wirkungsvolle Oberflächenentwässerung ist ein wichtiges Thema im neuen Baugebiet, wie diese Aufnahme belegt. Foto: Bürgerinitiative Menkens MoorEine wirkungsvolle Oberflächenentwässerung ist ein wichtiges Thema im neuen Baugebiet, wie diese Aufnahme belegt. Foto: Bürgerinitiative Menkens Moor

Delmenhorst. Der Rat hat dem Bebauungsplan für das bis zuletzt kontrovers diskutierte neue Baugebiet „Westlich Langenwisch“ am Dienstagabend zugestimmt, vorbehaltlich einer offenen Flanke.

Vom zuständigen Ministerium in Hannover muss die vorbehaltlose Zustimmung kommen, dass die Stadt die Moorlinse im Bereich des Areals ausbaggern und auffüllen darf, weil in diesem Bereich Altlasten wie Asbestzement vermutet werden. An anderer Stelle des Baugebiets ist vorgesehen, naturnahen Ersatz für den Verlust des Moores zu schaffen.

Diskussion um Oberflächenentwässerung

Kritiker der Beseitigung des Moores verschafften sich in der Einwohnerfragestunde noch einmal Gehör, ehe die Ratsfraktionen in eine längere Diskussion einstiegen. Sorgen bereitete einigen Ratsmitgliedern, dass die Verwaltung die künftigen Bauherren für die Oberflächenentwässerung ihrer Grundstücke verantwortlich machen und deshalb jeweils eine lediglich 25-prozentige Bebauung zulassen wollte. Das gefiel dem Rat nicht, auf Antrag von Andreas Neugebauer (SPD/Piraten) ist nun die Verwaltung dafür verantwortlich, die Entwässerung sicherzustellen.

Ampel in Höhe der Kita kommt

Außerdem entschied sich der Rat auf Antrag von Murat Kalmis (FDP) für eine Bedarfsampel in Höhe der Kindertagesstätte. Beschlossen ist auch, dass nur im vorderen Teil des Baugebiets Geschossbauten mit maximal 11,5 Meter Höhe entstehen dürfen.