97 Bäume werden gefällt Stadt Delmenhorst muss Säge ansetzen

Von Marco Julius

Bei der Baumpflege sind im Einzelfall auch Fällungen notwendig, teilt die Stadtverwaltung mit. Foto: Marco JuliusBei der Baumpflege sind im Einzelfall auch Fällungen notwendig, teilt die Stadtverwaltung mit. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Um die Sicherheit auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie in den Grünanlagen zu gewährleisten, fällt die Stadt annähernd 100 Bäume. Sie hat eine Liste mit Standorten und Fällgrund erstellt.

Grob geschätzt 60.000 Bäume gibt es in Delmenhorst auf städtischem Grund – an Straßen, in Grünanlagen, auf Kinderspielplätzen, an Schulen, Kindertagesstätten und auf Friedhöfen. Knapp 100 Bäume, darunter Erlen, Birken, Zitterpappeln, Weiden, Kastanienbäume und ein Tulpenbaum, werden jetzt bis Ende Februar gefällt. Das teilt die Verwaltung in einer Vorlage für den Umweltausschuss (Dienstag, 13. Februar, 17 Uhr, Rathaus) mit und veröffentlicht zugleich die Liste mit genauen Standorten der Bäume und Begründung für die notwendige Fällung auf der städtischen Internetseite.

Am Stadion fallen acht Bäume

Allein am Stadion an der Düsternortstraße wird an acht Bäumen mit einem Stammumfang von 1,20 Metern und mehr die Säge angesetzt, darunter auch drei Bäume, die eigentlich durch die Delmenhorster Baumschutzsatzung geschützt sind. An der Käthe-Kollwitz-Schule setzt die Stadt sogar an elf Bäumen, alles Erlen, die Säge an.

„Um die Sicherheit auf den öffentlichen Straßen und Plätzen sowie in den Grünanlagen zu gewährleisten, sind neben der laufenden Baumpflege im Einzelfall auch Baumfällungen erforderlich“, erläutert die Fachdienstleiterin Stadtgrün und Naturschutz Katrin Stöver. Diese Fällungen werden vornehmlich im Herbst und Winter angegangen.

Der Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz nimmt Sichtkontrollen ganzjährig vor, im Wechsel im belaubten und im unbelaubten Zustand der Bäume. Auf bereits vorgeschädigte Bäume liegt dabei ein besonderer Fokus. „Der Baumbestand in Delmenhorst wird auf Grundlage einer im Jahr 2004 erlassenen Dienstanweisung auf Verkehrssicherheit überprüft“, sagt Stöver. Bei Bedarf werden auch externe Gutachter hinzugezogen.

Die Gründe für die jetzt anstehenden Fällungen sind vielschichtig. Heftige Sturmschäden, Wurzelstockfäule, Befall mit dem Austernseitling oder Höhlungen am Stammfuß gehören dazu. Für alle Bäume, die jetzt fallen müssen, gibt es Nachpflanzungen, jedoch in den meisten Fällen nicht am gleichen Ort.

Heinz-Wieker-Stiftung finanziert 99 Bäume

Die Heinz-Wieker-Stiftung mit Sitz in Dötlingen spendiert unterdessen der Stadt für die Pflanzsaison 2017/18 gleich 99 Bäume. Sie werden an Straßen, in Grünanlagen, auf Spielplätzen, an Sportanlagen und Schulen sowie auf städtischen Friedhöfen gepflanzt. Die Stiftung übernimmt die Kosten in Höhe von 16.000 Euro für die Beschaffung der 99 Hochstämme. Unternehmer Heinz Wieker hat unter anderem auch in seiner Heimatgemeinde Dötlingen und in der Kreisstadt Wildeshausen bereits zahlreiche Bäume gestiftet. Für Delmenhorst sind laut Verwaltung für die kommenden Jahre weitere Schenkungen aus Mitteln der Stiftung vorgesehen.