Zu viele Schwimmer, Vereine, Schulen? In Delmenhorster Grafttherme kann es für Schwimmer eng werden

Von Michael Korn

Stark gefragt: Die Delmenhorster Grafttherme. Foto: Michael KornStark gefragt: Die Delmenhorster Grafttherme. Foto: Michael Korn

Delmenhorst. Im Sportbecken der Delmenhorster Grafttherme kann es wegen Überlastung zeitweise eng werden. Die Betreiber verweisen verärgerte Schwimmer auf schwach genutzte Zeiten zwischen 10 und 15 Uhr.

In Kreisen der Sportschwimmer gibt es offenkundig Unzufriedenheit über die Verfügbarkeit der Bahnen im Sportbecken der Grafttherme. Eine dk-Leserin hatte beklagt, dass man in der Grafttherme nicht mehr vernünftig schwimmen könne, weil Vereine und Bundeswehr sich auf vier der sechs Bahnen breitmachten. Auf dk-Nachfrage bestätigte Britta Fengler, Pressesprecherin der Betreiberfirma Stadtwerke GmbH, dass es wegen der Kapazitäten für die Öffentlichkeit „zu vereinzelten Anmerkungen von Gästen kommt“.

Vier Bahnen zwischen 10 und 15 Uhr

Die Graft Therme mit mehr als 400000 Besuchern jährlich stellt laut Fengler Delmenhorster Schulen und Vereinen Ausbildungs- und Trainingszeiten zur Verfügung. Dass in diesen Zeiten im Sportinnenbad weniger Bahnen für das öffentliche Schwimmen zur Verfügung stehen, sei unbestritten. Beschwerden würden „mit dem Hinweis auf unsere Schwachlastzeiten beantwortet“. In der Woche hätten Sportschwimmer beispielsweise von 10 bis 15 Uhr fast durchgehend vier Bahnen zum Schwimmen frei. Frühschwimmer könnten zudem von Montag bis Freitag alle Bahnen von 6.30 bis 8 Uhr nutzen. Samstags und sonntags zwischen 10 und 20 Uhr können den Angaben zufolge ebenfalls mindestens drei Bahnen genutzt werden, „größtenteils sogar alle sechs Bahnen“.

Zu Stoßzeiten viele Schwimmer

Die dk-Leserin sieht das ein wenig anders: „Zu Stoßzeiten kommen viele Schwimmer, die sich auf zwei Bahnen verteilen. Es ist unmöglich dort noch zu schwimmen. Es wäre schön , wenn wir Schwimmer mehr Bahnen zur Verfügung gestellt bekommen, schließlich bezahle ich dafür auch. Leider ist dies am Wochenende genauso. Dann kann man teilweise auch nicht schwimmen , da Vereine die Bahnen blockieren. Im Sommer habe ich die Ausweichmöglichkeit nach Ganderkesee ins Freibad zu gehen. Ich denke, das Schwimmbad ist eine öffentliche Einrichtung, also für jedermann zu besuchen.

Nicht immer freie Bahn

Nach Beobachtungen weiterer Besucher herrscht indes auch zun den angeblichen „Schwachlastzeiten“ nicht immer freie Bahn. Schulen und Vereine nutzen an mehreren Tagen mindestens zwei Bahnen, zwei weitere sind als Kreis-Parcours ausgelegt und den gemütlichen Schwimmern vorbehalten. Wer also „Bahnen ziehen“ wolle, habe in der Regel nur ein bis zwei Bahnen zur Verfügung und müsse sich diese oftmals mit mehreren Schwimmern teilen.