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Delmenhorster Krankenhaus Insolvente JHD-Gesellschaften: Beschäftigte des MVZ in Sorge

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Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) soll ein wichtiger Baustein der Patientenversorgung in Delmenhorst und umzu bleiben. Foto:dpaDas Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) soll ein wichtiger Baustein der Patientenversorgung in Delmenhorst und umzu bleiben. Foto:dpa

Delmenhorst. Die Insolvenz aller zum Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) gehörenden Gesellschaften bewegt auch die 58 Beschäftigten des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), unter ihnen 15 angestellte Ärzte.

Als Einrichtung zur ambulanten medizinischen Versorgung mit Standorten an der Westerstraße (Radiologie, Chirurgie, Neurochirurgie), der Wildeshauser Straße (Radiologie) und in Ganderkesee (Urologie) ist das MVZ als eigenständige Gesellschaft eine hundertprozentige Tochter der insolventen Krankenhausbetriebsgesellschaft. „Wir sind in großer Sorge“, sagte der Chirurg Ulf Ernst Dierks jüngst in der Einwohnersprechstunde des Rates und forderte, das funktionierende MVZ aus dem Insolvenzkonstrukt herauszulösen.

Gutachten soll in etwa zwei Wochen vorliegen

Laut Michael Schütte, vorläufiger Insolvenzverwalter der gemeinnützigen Gesellschaft JHD MVZ, ist dies nicht möglich. Geschäftsführer Florian Friedel sei zu der Erkenntnis gelangt, dass auch beim MVZ zu Forderungsausfällen gegenüber der finanziell angeschlagenen Betriebsgesellschaft des Krankenhauses kommen kann, weshalb der Insolvenzantrag habe erfolgen müssen. Wie es mit dem MVZ weitergehen kann, soll ein Gutachten aufzeigen, dass laut Schütte in gut zwei Wochen vorliegen wird.

Lob für Beschäftigte in den Praxen

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Schütte, er gehe von einem Fortbestand des MVZ aus, wenn die Stadt, wie geplant, zum 1. März die Trägerschaft des JHD übernimmt. In der Zielstruktur der Geschäftsführung für das künftige Delmenhorster Krankenhaus spiele es eine wichtige Rolle. Die Beschäftigten lobt Schütte ausdrücklich: „Die identifizieren sich mit dem MVZ.“ Im täglichen Praxisbetrieb merken die Patienten nach seinen Worten nichts von den Veränderungen hinter den Kulissen.

9,25 Kassenarztsitze im MVZ zusammengefasst

Doch auch einige Mitarbeiter des MVZ könnten noch von Kündigungen betroffen sein. Sie sind laut Schütte in die rund 1000 JHD-Beschäftigten eingerechnet, unter denen im Zuge der Sanierung 112 Vollkräfte eingespart werden sollen. Die frühere Geschäftsführung hatte zur Gründung des MVZ einst 9,25 Kassenarztsitze erworben.


Der Rat der Stadt Delmenhorst kommt am Dienstag, 6. Februar, öffentlich um 17 Uhr in der Markthalle zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Abschluss einer gemeinsamen Absichtserklärung mit der Stiftung St. Josef-Stift. Außerdem soll der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Westlich Langenwisch“ erfolgen.

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