Neuer Seelsorger in Deichhorst Junger Pastor mit Mut zur Schwäche in Heilig-Geist begrüßt

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Neuzugang in Heilig-Geist: Die Kirchenältesten Simone Neunaber und Dr. Joachim Behrens flankieren ihren neuen Pfarrer Christoph Martsch-Grunau (2. v. li.) und Kreispfarrer Bertram Althausen. Foto: Sonia VoigtNeuzugang in Heilig-Geist: Die Kirchenältesten Simone Neunaber und Dr. Joachim Behrens flankieren ihren neuen Pfarrer Christoph Martsch-Grunau (2. v. li.) und Kreispfarrer Bertram Althausen. Foto: Sonia Voigt

Delmenhorst. In seinem Einführungsgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche in Deichhorst hat der neue Seelsorger Christoph Martsch-Grunau für den ehrlichen Umgang mit Schwächen geworben. Im Internet ist der 29-Jährige als „Elektropastor“ unterwegs.

Als moderner, junger Seelsorger mit dem Mut, zu Schwächen zu stehen, hat sich der neue Pastor der Heilig-Geist-Kirche Christoph Martsch-Grunau am Sonntag in seinem Begrüßungsgottesdienst gezeigt. Kreispfarrer Bertram Althausen hieß den 29-Jährigen im evangelisch-lutherischen Gotteshaus an der Deichhorster Straße vor rund 70 Gläubigen willkommen und wünschte ihm für sein erstes Pfarramt Gottes Segen sowie Schwung, Tatkraft, Ruhe und Beharrlichkeit.

Von kompetentem Team herzlich aufgenommen

Er sei sehr freundlich und herzlich aufgenommen worden, bekräftigte der gerade mit seiner Frau aus Oldenburg nach Delmenhorst gezogene Martsch-Grunau. In den ersten vier Wochen habe er eine sehr kompetente und engagierte neue Gemeinde erlebt, die auch die Übergangszeit seit der Verabschiedung von Pastor Dr. Enno Konukiewitz in den Ruhestand im Juni 2017 gut gemeistert habe. Nach seinem zweieinhalbjährigen Vikariat in Oldenburg-Eversten will der Pastor im Probedienst nun in Deichhorst Schwerpunkte auf eine gute Kommunikationskultur und den Gemeindeaufbau legen, also darauf, „möglichst viele in der Gemeinde ins Boot zu holen“.

Wenn Stärke in der Schwäche liegt

Viel zu oft heiße es: „Sei stark, reiß dich zusammen“, hob Martsch-Grunau in seiner Predigt heraus. So eine Show könne aber nicht lange gut gehen, warnte der Pastor und verwies auf die Worte des Apostel Paulus: „Wenn ich schwach bin, bin ich stark.“ So habe Christus’ Kraft Raum gehabt bei Paulus einzuziehen, während dieser auf eine werbewirksame Darstellung seines „Insiderwissens“ über die Offenbarung vor den Korinthern verzichtete, erklärte der technikbegeisterte 29-Jährige, der im Internet als „Elektropastor“ auftritt.

Lieber tiefe Gespräche als Smalltalk

Auch er selbst als junger Pastor denke über die eigenen Stärken und Schwächen nach, bekannte Martsch-Grunau – und sammelte Sympathiepunkte, als er eine Schwäche verriet: „Ich führe total gern tief gehende Gespräche mit Menschen, aber ich mache nicht so gern Smalltalk.“ Darin erproben konnte sich der gebürtige Westfale gleich nach dem Gottesdienst im Kirchencafé im Gemeindehaus.


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