Rückblick bei Neujahrsempfang Erfolgreiches Jahr mit Bestnoten für HWK Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen

Volles Haus und blaues Licht beim Neujahrsempfang des HWK: Die Gäste lauschten der Ansprache und dem Vortrag von Rektor Reto Weiler (li.) und Gastredner Nicholas Conard. Foto: Jasmin JohannsenVolles Haus und blaues Licht beim Neujahrsempfang des HWK: Die Gäste lauschten der Ansprache und dem Vortrag von Rektor Reto Weiler (li.) und Gastredner Nicholas Conard. Foto: Jasmin Johannsen

joh Delmenhorst. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Kunst hat dem Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) im vergangenen Jahr Bestnoten eingebracht. Der Neujahrsempfang stand am Freitagabend deshalb ganz im Zeichen dieser beiden Disziplinen.

Auf ein ereignisreiches Jahr 2017 blickt das Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) zurück. So lautete zumindest der Tenor am Freitagabend, als das HWK seinen traditionellen Neujahrsempfang am Lehmkuhlenbusch veranstaltete. Zahlreich waren die hiesigen Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur der Einladung von Rektor Reto Weiler gefolgt, der in seiner Ansprache noch einmal auf die Erfolge des vergangenen Jahres einging und einen Ausblick auf die kommenden Monate gab.

65 Forscher aus 18 Nationen zu Gast

„65 Fellows aus 18 Nationen sind 2017 im HWK ihren Forschungsarbeiten nachgegangen, wobei das Geschlechterverhältnis fast ausgeglichen war“, erklärte Weiler. Besonders glücklich sei er darüber, dass inzwischen nicht nur Akademiker aus traditionell wissenschaftsstarken Ländern ihren Weg nach Delmenhorst finden würden.

Wissenschaftsrat lobt HWK als „Leuchtturm“

Sichtlich stolz erinnerte sich der Rektor in seiner Rede zudem an die Begutachtung durch den Wissenschaftsrat: „Die haben wir durchweg mit Bestnoten bestanden.“ Als „Leuchtturm im Nordwesten“ habe das Gremium das HWK in seinem Bericht betitelt. „Das war schon ein außerordentliches Lob“, befand der Schweizer Neurowissenschaftler. Grund dafür sei auch die Zusammenarbeit von künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten gewesen, auf die in diesem Jahr wieder ein Schwerpunkt gelegt werden soll.

Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft

Da erschien es auch nicht verwunderlich, dass sich bei der Präsentation der diesjährigen Fellows eine Künstlerin vorstellte. Dorothee Albrecht beschäftigt sich in ihrem Projekt „Tea Pavilion“ mit Hannah Arendt und den aktuellen Fragen nach Exil und Fremdheit. Schon während des Empfangs konnten ihre Werke im HWK bewundert werden. Zudem tauchte Julia Schnittger das Foyer mit ihrer Lichtinszenierung in ein kühles Blau.

Gastredner stellt Kulturerbe vor

An wärmere Gefilde erinnerten da die Klänge des Didgeridoos von Luca Arzaroli, der mit seiner Darbietung sanft zum Vortrag des Gastredners Nicholas Conard von der Universität Tübingen überleitete. Der gebürtige US-Amerikaner stellte abschließend unter dem Titel „Die Anfänge von Kunst und Kultur – Deutschlands neueste Unesco-Kulturerbestätte“ die Funde seiner Ausgrabungen in insgesamt sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb vor. „Noch ist die Archäologie kein Schwerpunktthema im HWK“, stellte Weiler fest, führte aber auch aus, wie begeistert er von der Spurensuche in der Vergangenheit sei, durch deren Funde die ganze Menschheit neu ausgelegt werden könne.