Vortragsreihe in VHS Delmenhorst Zum Netzwerk-Start Rat für Pflegende gebündelt

Von Sonia Voigt


Delmenhorst. Wie viel Fachwissen das neue Delmenhorster Seniorennetzwerk für Ältere und pflegende Angehörige versammelt, hat der Auftakt am Samstag in der VHS gezeigt. Nächster Schritt sind sieben Vorträge.

Entspannungsübungen, Gedanken zur Lebensgestaltung und jede Menge Informationen für Senioren und vor allem ihre pflegenden Angehörigen hat die Auftaktveranstaltung des Seniorennetzwerks Delmenhorst am Samstag in der Volkshochschule (VHS) geboten. Rund 20 der mittlerweile 34 im Netzwerk organisierten Institutionen waren mit Ständen im VHS-Lichthof vertreten. Dutzende Senioren und Pflegende machten von den Angeboten Gebrauch.

Monatliche Experten-Runde

„Es gibt viel für Senioren und Pflegende in Delmenhorst, aber es war nicht gut koordiniert“, erklärt Organisatorin Nicole Zakrzewski die Idee hinter dem 2016 gestarteten Seniorennetzwerk. „Wir wissen jetzt besser, wo wir Beratung für unsere Mieter bekommen“, erklärt ihr Chef beim Bauverein Delmenhorst Reiner Fulst, „das Zusammenspiel ist einfacher, wenn man sich kennt“. Dazu setzen sich inzwischen 44 Beteiligte aus 34 Institutionen wie Wohlfahrtsverbänden, Nachbarschaftsbüros, Senioren- und Behindertenbeirat monatlich zusammen. „20 bis 30 Leute sind immer bei den Treffen“, freut sich Citymanagerin Nicole Halves-Volmer.

Sieben kostenlose Vorträge geplant

Wie viel Fachwissen die Beteiligten mitbringen, zeigt eine kostenlose Vortragsreihe des Seniorennetzwerks und der VHS, die am Freitag, 9. Februar, um 18 Uhr in der VHS (Raum 2) mit einem Abend zum Thema „Hilfe! Meine Eltern werden alt!“ beginnt. Sieben verschiedene Themen von Hilfen für Pflegende bis zur Patientenverfügung folgen jeweils freitagabends bis zum 15. Juni. „Wir haben für alles in unseren Reihen Experten gefunden“, erklärt Koordinatorin Zakrzewski.

Schnell Rat und Hilfe bündeln

„Angehörige brauchen oft schnell Rat und Hilfe zum Thema Pflege“, beobachtet Johannes Orth vom Nachbarschaftsbüro Düsternort, „da ist das Netzwerk eine gute Sache“. Mit dem simplen Ausfüllen eines Lebenszeit-Kreisdiagramms konnten sich Gäste am Samstag an seinem Stand Gedanken zu ihrer Lebensgestaltung und Auslastung machen. Wenig weiter gab es Gratis-Sehtests und Hörberatung und Antje und Jürgen Wenzel stellten an ihrem „wandelnden Stand“ die Hörzeitung vor, bei der sie für Sehbehinderte das Delmenhorster Kreisblatt einlesen. „Es gibt einen unheimlichen Bedarf an guten Informationen rund um das Thema Pflege“, beobachtet AOK-Pflegefachkraft Imke Högermann. Das Netzwerk helfe, Versicherte mit weitergehenden Fragen an die richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten.