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Entkernung ist abgeschlossen Raum genug für Neues im Delmenhorster Hertie-Gebäude

Von Thomas Breuer


Delmenhorst. Bei der Entkernung der Hertie-Immobilie sind allein 1300 Tonnen mineralischer Bauschutt angefallen.

In der Hertie-Immobilie sind die Lichter seit Donnerstag, 1. Februar, aus. Mal wieder. Doch das Abschalten der provisorischen Baubeleuchtung symbolisiert einen Fortschritt: Nach vier Monaten ist die Entkernung des gesamten Gebäudes abgeschlossen, 13.000 Quadratmeter Fläche bieten jetzt ohne Altlasten Raum genug für Neues.

Was kommt, ist nach wie unklar

Was das sein wird, kann Hertie-Investor Werner Uhde (Deutsche Immobilien-Holding) nach wie vor nicht sagen, nur soviel: „Es ist Resonanz da, aber wie brauchen Parkraum.“ Sollten alle beteiligten Kräfte an einem Strang ziehen, sei eine Neueröffnung des Hauses im Spätherbst 2019 denkbar.

Wo was war, ist nur noch zu erahnen

Wo im Gebäude einst die Verwaltung residierte, wo das Restaurant angesiedelt war oder die hauseigene Schlosserei und Tischlerei standen, es ist allenfalls noch zu ahnen. 1300 Tonnen mineralischer Bauschutt sind laut Abbruchunternehmer Carsten Christmann von einem zeitweise bis zu 20-köpfigen Team weitgehend in Handarbeit abgetragen worden. Insgesamt wurden 200 Container Material abgefahren, darin auch Deckenverkleidungen, alte Zuleitungen, die veraltete Haustechnik und anderes mehr.

Für den Vier-Tonnen-Lastenaufzug im Haus wurde eigens eine neue Steuerung installiert, um ihn für die Arbeiten nutzen zu können. Plangemäß sind die Rolltreppen für eine mögliche künftige Nutzung erhalten geblieben.

Durchbruch der Deckenkonstruktion geplant

Laut Uhde soll das vordere Treppenhaus noch weichen. Außerdem sollen die Deckenkonstruktionen der zweiten und dritten Etage auf jeweils 160 Quadratmetern durchbrochen werden, um eine Art Lichthof für die dort geplanten Bürotrakte zu bekommen.

Der von der Politik erfolgte Auftrag an die Verwaltung, Optionen für mehr Parkraum am östlichen Teil der Fußgängerzone zu erarbeiten, habe dem gesamten Hertie-Projekt wieder Auftrieb gegeben, sagt Uhde. Er setzt auf eine für das Haus gute Lösung, etwa am Vorwerk, und sei wieder aktiv in Gesprächen mit potenziellen Mietern. „In bin inzwischen optimistischer als noch vor einiger Zeit “, sagt der Delmenhorster. „Wir sprechen mit den wenigen Filialisten, die deutschlandweit unterwegs sind.“