Personalrochade bei Krankenkasse Wechsel an der Spitze der Delmenhorster AOK

Von Frederik Grabbe

Bernd Wessels (51) und Nicole Krönke (39) vollführen den Rollentausch an der Spitze des Delmenhorster und Braker Krankenkassenstandorts. Foto: Frederik GrabbeBernd Wessels (51) und Nicole Krönke (39) vollführen den Rollentausch an der Spitze des Delmenhorster und Braker Krankenkassenstandorts. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst/Brake. Krönke kommt, Wessels geht: Die AOK stellt ihre Führungsriege in Delmenhorst und Brake neu auf. Nicole Krönke ersetzt in Delmenhorst Bernd Wessels, den es in die Wesermarsch zieht. Krönke darf sich auf einen gesunden Standort freuen.

Die Zeiten sind gerade rosig bei der AOK in Delmenhorst. Die Mitgliederzahlen steigen stetig, kein Wunder also, dass man in dieser Zeit gerne einen Führungswechsel bei der Krankenkasse verkündet: Seit Donnerstag hält Nicole Krönke (39) bei der Delmenhorster Niederlassung die Zügel in der Hand, zuvor leitete sie den Standort Brake. Dorthin wechselt wiederum ihr Vorgänger Bernd Wessels (51) und leitet von dort aus – wie bisher auch – das Servicezentrum in Wildeshausen.

Rochade führt Führungsriege „zurück zu den Wurzeln“

Diese wortwörtliche Rochade ist nunmehr auch durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedingt. Die junge Mutter Krönke lebt in Ganderkesee, quasi nebenan. Wessels lebt in Hude, auf halber Strecke zwischen Brake und Wildeshausen. Beide übrigens kehren mit diesem Wechsel in ihren ehemaligen Ausbildungsstandort zurück, „back to the roots“ ist bei Krönke und Wessels ein zurecht gebrauchter Ausdruck. Mit der Neustrukturierung der Zuständigkeiten haben beide Leitungen nun in etwa gleich viele Versicherte in ihrer Verantwortung.

Krankenkasse im Höhenflug

Bedarf für große Änderungen sieht Krönke nicht. Warum auch? Wessels hinterlässt ein gut bestelltes Feld in Delmenhorst: „Vor 15 Jahren hatten wir rund 31.000 Mitglieder in Delmenhorst, jetzt sind es fast 37.300“, sagt Wessels zufrieden. Allein zwischen Dezember 2016 und November 2017 seien 3000 Versicherte hinzugekommen. Die gute konjunkturelle Lage – eine geringere Arbeitslosenquote bedeute für die AOK mehr Versicherte –, ein gestiegener Beratungsbedarf bei einem komplizierter werdenden Gesundheitssystem, der bei der AOK gestillt werde, Krankenkassen-Wechsler und zum Teil auch Flüchtlinge begründeten diese Steigerung, erläutert Wessels.

Neubau an Langer Straße soll „so schnell wie möglich“ angegangen werden

Für dieses Wachstum will sich die Kasse auch mit ihrem Neubau im östlichen Teil der Langen Straße wappnen. Wie berichtet, soll an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Alle das ehemalige IKK-Gebäude sowie der danebenliegende Bau (Friseur Kiran) ab Sommer 2018 abgerissen werden. Je nachdem, wie schnell der Bauantrag genehmigt wird, soll laut Wessels „so schnell wie möglich ein neues modernes Dienstleistungszentrum“ gebaut werden. Auch die Zahl der Mitarbeiter, die Krönke dann leiten wird, soll steigen: Wie AOK-Regionaldirektor Andre Kerber unlängst mitteilte, sollen am neuen Standort 60 statt 50 Beschäftige Platz finden. Kerbers Angaben nach belaufen sich die Investitionen auf 4,4 Millionen Euro.