Fernsehdreh in Delmenhorst „Papierschiff ahoi“ in der Grafttherme


Delmehorst. Während die ersten Schwimmer am Samstag ihre Bahnen zogen, herrschte große Aufregung in der Grafttherme. 13 Kinder stachen mit einem Papierschiff im Schwimmerbecken für kurze Zeit in See.

Gute zehn Minuten schwamm das mehr als acht Meter lange Papierschiff am Samstagmorgen in der Grafttherme, ehe es mit seinen 13 Erbauern unterging. Das Wissensmagazin für Kinder „pur+“ des ZDF drehte seine Sendung zum Thema Papierfalten in Delmenhorst. Mit dabei: Frank Bölter, ein Origami-Künstler.

Zusammen mit dreizehn Kindern hatte er am Freitag in zwei Stunden in der Markthalle Arbeit ein großes Papierschiff gefaltet – aus einem neun Mal 17 Meter großen Papierstück. „Das ist alleine nicht zu schaffen, da muss die Gruppe her“, erklärte Bölter.

Papierschiff ist über acht Meter lang

Am Ende stand das 8,5 Meter lange und etwa 2,80 Meter hohe Schiff aus Papier. „Stabilität kommt durch die Präzision des Faltens“, sagte der Origami-Künstler. Allein das Papierschiff von der Markthalle zur Grafttherme zu bringen war ein Abenteuer für TV-Crew und Kinder. Foto: Mareike Bader

Allein der Transport von der Markthalle zur Graftherme war ein großes Abenteuer. Besonders die Ampel und zu niedrige Türen waren ein großes Hindernis. „Es wurde alles beschädigt – beim Falten, beim Transportieren – das gehört einfach dazu“, berichtete Bölter.

Regisseurin begeistert von Markthalle als Drehort

Auf der Suche nach einem Drehort war Regisseurin Eva Werdich auf die Delmenhorster Markthalle gestoßen. Dort wollte sie schon lange mal drehen, erzählte sie. Der Weg zum Schwimmbad war von hier aus auch nah genug und geeignet für den Transport. „Das ist die richtige Kombination“, freute sich Werdich.

Glücklich angekommen an der Grafttherme wurde es noch einmal aufregend. Kann das große Papierschiff im Schwimmerbecken schwimmen? Und wie viele Kinder kann es tragen? Schnell zogen sich die Kinder, die zum Teil vom Bremer Origami-Club stammten, um und wollten auch direkt ins Wasser. „Die sind jetzt nicht mehr aufzuhalten“, sagte Frank Bölter.

Kinder wollen auf dem Schiff durch das Schwimmerbecken treiben

Schnell wurde klar: Das Schiff schwimmt. Als Erster durfte der zehnjährige Toa auf das Papierschiff. Nach und nach folgten die anderen Kinder. Etwa zehn Minuten hielt das Schiff durch, ehe es allmählich unterging. Einige Kinder sprangen schon früh von Bord, andere blieben bis zum Schluss. „Das ist der Leidensweg des Papierobjektes“, erklärte Bölter.


Sendetermin:

Das Kamerateam der Fernsehsendung war von den Faltarbeiten bis zum Untergang des Schiffes immer mit dabei. Ausgestrahlt wird die Sendung am Sonntag, 25. März, ab 19.25 Uhr im Kika.

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