Freundschaft mit Eberswalde Delmenhorster Partnerschaftskreis besteht seit 25 Jahren

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In einem Vierteljahrhundert intensiver Partnerschaft mit Menschen in Eberswalde haben sich viele Erinnerungen angesammelt: Partnerschaftskreis-Vorsitzender Rolf Heitmann (links) und sein Vorgänger Heinz Grothenn betrachten Fotos, die Horst Schilling gemacht hat. Foto: Thomas BreuerIn einem Vierteljahrhundert intensiver Partnerschaft mit Menschen in Eberswalde haben sich viele Erinnerungen angesammelt: Partnerschaftskreis-Vorsitzender Rolf Heitmann (links) und sein Vorgänger Heinz Grothenn betrachten Fotos, die Horst Schilling gemacht hat. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Drei Jahre nach der Städtepartnerschaft 1990 entstanden hier und dort die zugehörigen Partnerschaftskreise. Deren 25-Jähriges wird am 22. Juni in Eberswalde offiziell gefeiert.

Delmenhorst. „Es war spannend.“ 25 Jahre danach hat Heinz Grothenn (65) die großen Momente noch vor Augen. Im Delmenhorster Rathaus wurde die Gründung des Partnerschaftskreises Eberwalde im Januar 1993 feierlich besiegelt, hohe Vertreter der brandenburgischen Stadt waren zugegen.

Spannend sei es gewesen, sagt Heinz Grothenn

Spannend, das räumt der seinerzeit zum Vorsitzenden gekürte Grothenn ein, war es auch, weil die freundschaftliche Allianz mit einer Stadt geschlossen wurde, die unlängst noch ein Teil der DDR gewesen war. Holprig sei sie allemal gewesen, die Autobahn, als er im Juni 1993 das erste Mal nach Eberwalde aufbrach, um der Gründung des dortigen Partnerschaftskreises beizuwohnen.

Der erste Bus fuhr schon im Februar 1990

Schon 1990 hatte es einen Austausch von Mitarbeitern der Stadtverwaltungen gegeben, auf Delmenhorster Seite war Rolf Heitmann mit von der Partie. „Im Februar 1990 ist auch der erste Bus mit Delmenhorster Sportlern nach Eberswalde gefahren“, erinnert sich der 68-Jährige. „Im April kamen Sportler aus Eberswalde zu uns, mit einer offiziellen Delegation.“ Seit 2004 führt Heitmann den Partnerschaftskreis.

Weitere treibende Kräfte zum Start

Auch Helmuth Fischer, seinerzeit Pressesprecher im hiesigen Rathaus, und Gerd Siemers, damals Gildemeister der St.-Polykarpus-Gilde, hatten sich in besonderem Maße um die bereits im Juni 1990 offiziell unterzeichnete Städtepartnerschaft verdient gemacht. Das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft ist 2015 in Delmenhorst gefeiert worden.

Wenn in diesem Jahr nun das silberne Jubiläum der Partnerschaftskreise hier und dort ansteht, dann wird es in Eberswalde gefeiert. Ganz offiziell am 22. Juni. Der Bus, der mit 50 Personen von der Delme nach Brandenburg fahren wird, ist laut Heitmann bereits restlos ausgebucht.

Ein lebendiger Kreis mit 51 Mitgliedern

Nach seinen Worten ist die Partnerschaft bis zum heutigen Tage lebendig. 51 Mitglieder zählt der hiesige Partnerschaftskreis und abseits der offiziellen Fahrten hätten sich viele private Freundschaften entwickelt. Viele davon unter Menschen, die heute im reiferen Alter sind. Der Austausch unter Jugendlichen, wie es ihn auch durch Schulen einmal gab, sei dagegen weitgehend eingeschlafen.

Dass die Kontakte sich vom Start weg gut entwickelt haben, liegt für Heitmann im Umgang miteinander begründet: „Wir haben uns nicht als Wessis und Ossis begriffen, sondern sind uns immer als Menschen auf Augenhöhe begegnet.“ Die Städtepartnerschaft, davon ist Grothenn überzeugt, war „ein probates Mittel, um diese beiden Teile Deutschlands schneller zueinander zu bringen“.

Es gibt jedes Mal etwas zu entdecken

Dass die Landschaft um Eberswalde reizvoll ist, heben beide ebenso gerne hervor. „Die Schorfheide dort ist schon etwas Besonderes“, führt Heitmann ein Beispiel an. Auch wenn er nun schon etliche Male in der Partnerstadt war, so seien die dortigen Gastgeber stets aufs Neue bemüht, auch Interessantes im Umland zu präsentieren, so schon einmal ein Holzschuhmacher-Dorf. „Es gibt immer wieder etwas spannendes Neues“, sagt der Vorsitzende, „bei jeder Fahrt“. Und dass auch Oberbürgermeister Axel Jahnz die Pflege der Beziehungen nach Eberswalde wichtig sind, sei förderlich. Vor seiner Amtszeit sei das seitens der Stadtoberhäupter nämlich nicht immer der Fall gewesen.


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