Kritik an Delmenhorster Bau-Plänen Bürgerinitiative Langenwisch greift Stadtverwaltung an

Die Bürgerinitiative Langenwisch/ Menkens Moor kritisiert die Stadtverwaltung wegen der Pläne für das Baugebiet westlich der Langenwischsstraße. Foto: Bürgerinitiative Menkens MoorDie Bürgerinitiative Langenwisch/ Menkens Moor kritisiert die Stadtverwaltung wegen der Pläne für das Baugebiet westlich der Langenwischsstraße. Foto: Bürgerinitiative Menkens Moor

Delmenhorst. Die Bürgerinitiative Langenwisch/ Menkens Moor will „verdichtete Wohnbebauung“ im angestrebten Baugebiet westlich der Langenwischstraße verhindern. Der Ausschuss müsse das Thema am Dienstag vertagen.

Die Bürgerinitiative (BI) Langenwisch/ Menkens Moor will verhindern, dass der Planungsausschuss am heutigen Dienstag mit dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Westlich Langenwischstraße“ Fakten für das im Stadtosten angepeilte Baugebiet schafft. „Wir sprechen uns ausdrücklich nicht gegen Wohnbebauung aus“, betonen die BI-Sprecher Jürgen Schurig und Silvia Schierenbeck. Beide prangern aber den Umgang der Verwaltung mit dem Bürgerwillen und die geplante Art der Bebauung an.

„Verwaltung ignoriert Bürgerwillen“

„Uns verärgert sehr, dass die Verwaltung das Meinungsbild der gewählten Ausschussmitglieder und den Bürgerwillen ignoriert und weiterhin versucht, eine verdichtete Bauweise durchzudrücken“, schreiben die Anwohner in einer Presseerklärung. Im März 2015 habe der Planungsausschuss dafür votiert, „Geschossbauten höchstens einreihig entlang der Langenwischstraße zuzulassen“. Die aktuelle Ausschuss-Vorlage erlaube aber weiterhin bis zu 50 Meter lange Blöcke auch in zweiter Reihe, beklagen die engagierten Bürger. Sie fordern: Bis die Verwaltung dies dem Ausschuss-Votum von 2015 angepasst habe, müsse die Politik den Plan ablehnen.

Vertagung wegen offener Fragen gefordert

Zudem habe „niemals ein ernsthafter Dialog über Alternativen stattgefunden“, kritisieren Schurig und Schierenbeck. „Wie kann es zum Beispiel sinnvoll sein, das Moor für einige wenige Bauplätze mit hohem Kostenaufwand auszubaggern, aufzufüllen und an anderer Stelle notdürftig zu kompensieren, wenn direkt angrenzend auf dem Sandacker Langenwisch eine fast identisch große Fläche für die künstliche Anlage einer Grünfläche im Areal aus dem B-Plan herausgenommen wird?“, hinterfragt die BI. Angesichts solcher offener Fragen müsse ein Beschluss vertagt werden.


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