Wache der Feuerwehr Hasbergen Delmenhorster Feuerwehrhaus künftig Ausflugslokal?

Bald ein Lokal? Das alte Feuerwehrhaus in der Bungerhofer Straße in Hasbergen. Foto: Melanie HohmannBald ein Lokal? Das alte Feuerwehrhaus in der Bungerhofer Straße in Hasbergen. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Es gibt erste Überlegungen, das alte Hasberger Feuerwehrhaus künftig gastronomisch zu nutzen. Die Brandschützer ziehen Mitte des Jahres in ihren Neubau um.

Zapfhähne statt Schläuche: Das alte Hasberger Feuerwehrhaus, dass gegenwärtig durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt wird, könnte zukünftig durch ein Ausflugslokal genutzt werden. Zumindest ist eine gastronomische Übernahme des Baudenkmals eine der Optionen für die Nachnutzung der Wache. Den Planungspolitikern des Stadtrates liegt in deren Sitzung am Dienstag, 16. Januar (ab 17 Uhr öffentlich im Rathaus), eine erste Vorschlagsliste für die künftige Verwendung des Standortes in Hasbergen-Bungerhof vor - diese reicht von Gastronomie über ein Dorfgemeinschaftshaus, Wohnbebauung, gewerbliche Nutzung bis hin zu einer Außenstelle des Rettungsdienstes. Die Feuerwehr Hasbergen will Mitte des Jahres ihren Neubau am Horster Weg beziehen.

Baujahr 1927

Der städtische Komplex von 1927 mit Anbau von 1994 besteht nach Rathaus-Angaben aus einem „L-Förmigen“ Gebäude, das einen Altbau mit einem Schlauchturm und einer Fahrzeughalle sowie einen jüngeren Bau mit Büroräumlichkeiten, Umkleiden, Duschen sowie einer weiteren Fahrzeughalle und einen Schulungsraum umfasst. Zudem befindet sich derzeit über der Fahrzeughalle im vorderen Bereich des Objektes eine Gerätewart-Wohnung. Die Gesamtnutzfläche des Objektes beträgt knapp 370 Quadratmeter. Es besteht eine Grunddienstbarkeit entlang der Delme für Pflege- und Unterhaltungsarbeiten des Ochtumverbandes. Zudem verläuft über das Grundstück eine Hauptwasserleitung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Das Grundstück befindet sich im Hochwasserüberflutungsbereich. Es ist den Angaben zufolge zu erwarten, dass das Grundstück des Ochtumverbandes aus Gründen der Unterhaltung und des Hochwasserschutzes jeglicher baulicher Nutzung entzogen ist.

Nutzung durch Vereine

Mit Verweis auf die nahegelegene östlich der Delme befindliche Hasberger Wassermühle und dem entsprechenden Vereinsgelände des Kanu-Vereins wäre es laut Verwaltung denkbar, dass auch die alte Feuerwehr durch Vereine mit einem begrenzten gastronomischen Angebot genutzt wird. Eine nächtliche Nutzung wird als schwierig beurteilt. Zum Beispiel könnte nur an bestimmten Tagen oder begrenzt auf bestimmte Wochentage und Zeiten in dem Bereich Gastronomie stattfinden. Möglicherweise auch ohne Außengastronomie, obwohl die Lage an der Delme dafür prädestiniert wäre und die Besonderheit des Ortes herausstellt. Die Stadt weist darauf hin, dass der ehemalige Althasberger Krug an der Hasberger Dorfstraße abgerissen wurde und durch Eigenheime ersetzt wird. In Hasbergen gibt es seitdem keine Gaststätte mehr. Zudem ist nach Stadtangaben zu bemerken, dass das Gebäude am Mühlenkamp – direkt westlich der Delme gelegen – aus Sicht der Nutzer für einen gastronomischen Betrieb geeignet wäre. Gegebenenfalls. ist ein Interessen- oder Nutzungskonflikt bei der Nachnutzung der alten Feuerwehr zu berücksichtigen.

Fördergeld möglich

Anknüpfungspunkte für eine mögliche Förderung bestehen laut Verwaltung im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer Nachnutzung als Dorfgemeinschaftshaus sowie für eine gastronomische Nachnutzung – bis zu 500000 Euro. Verwaltung und Wirtschaftsförderung wollen nun die Nutzungsmöglichkeiten anhand weiterer Gespräche mit geeigneten Interessenten entsprechend der städtebaulichen Ziele: Erhalt der Gebäude,öffentlicher Charakter und Berücksichtigung von Immissionen konkretisieren, um eine adäquate und tragfähige Nachnutzung des Feuerwehrgebäudes zu erreichen.


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