Klimawandel Arbeitskreis Starkregen soll in Delmenhorst kommen

Von Marco Julius

Relativ glimpflich sind Regenfälle Anfang Januar vonstatten gegangen - wie hier auf der Delmenhorster Hotelwiese. Sollte Starkregen aber ernste Folgen haben, will sich Ratsherr Andreas Neugebauer gewappnet sehen. Darum soll ein eigener Arbeitskreis Schutzmaßnahmen beraten. Foto: Frederik GrabbeRelativ glimpflich sind Regenfälle Anfang Januar vonstatten gegangen - wie hier auf der Delmenhorster Hotelwiese. Sollte Starkregen aber ernste Folgen haben, will sich Ratsherr Andreas Neugebauer gewappnet sehen. Darum soll ein eigener Arbeitskreis Schutzmaßnahmen beraten. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. In der Stadt soll ein Arbeitskreis Starkregen eingerichtet werden, der Einfluss nehmen soll auf die künftige Bauleitplanung. Die Einrichtung eines solchen Arbeitskreises hatte Andreas Neugebauer für die Gruppe SPD/Piraten und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt.

Zur Begründung hatte Neugebauer, der inzwischen wie berichtet nicht mehr Mitglied der Piratenpartei ist, ausgeführt: „Die durch den Klimawandel in der Vergangenheit verstärkt auftretenden Starkregenereignisse lassen auch zukünftig mit einer deutlichen Zunahme dieser Wetterlagen erwarten. Daher müssen diese Erkenntnisse in der Bauleitplanung verstärkt berücksichtigt werden.“

Maßnahmen gegen Starkregenereignisse sind bereits vorhanden

Die Verwaltung hat in der Vorlage für den Ausschuss für Planen, Bauen und Verkehr, der am Dienstag, 16. Januar, 17 Uhr, im Rathaus über die Einrichtung des Arbeitskreises berät, ihre Einschätzung abgegeben. Sie hält dabei fest, „dass es bereits zahlreiche Handlungsansätze gibt, um die Auswirkungen von Starkregenereignissen zu reduzieren“. Als Beispiele nennt die Verwaltung etwa den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens, die Ertüchtigung der Delmeverwallungen, die Versickerung beziehungsweise Rückhaltung von Oberflächenwasser in Baugebieten, die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten und die Berücksichtigung von Begrünungen in Bauleitplanverfahren.

Personeller Engpass bei der Stadtverwaltung

Ein Arbeitskreis könne sich mit der Thematik auseinandersetzen und Vorschläge hinsichtlich des übergeordneten Themas der Klimaanpassung – darunter versteht man eine Anpassung an die nicht mehr zu vermeidenden Folgen des Klimawandels – erarbeiten. Die Verwaltung empfiehlt daher der Politik, den Arbeitskreis auf den Weg zu bringen. Sie macht aber auch deutlich, dass die Stadt personell nicht in der Lage ist, ein Konzept auf Grundlage der Ergebnisse aus dem Arbeitskreis zu erarbeiten. „Mit dieser Aufgabe müsste ein qualifiziertes Büro beauftragt werden. Aufgrund fehlender Haushaltsmittel könnte eine solche Beauftragung frühestens 2019 in Angriff genommen werden“, führt die Verwaltung aus.